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Sebastian Kurz gewinnt die Wahl in Österreich: Doch es ist ein Triumph mit Tücken

Sebastian Kurz dominiert die österreichische Politik. Doch die Suche nach einem Regierungspartner dürfte schwierig werden.

Dominik Weingartner
Dominik Weingartner
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Sebastian Kurz gewann die Wahl haushoch. Doch mit welcher Partei soll er ergieren?
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Der Popstar unter den Politikern: Sebastian Kurz.
Sebastian Kurz gewann die Wahl haushoch. Doch mit welcher Partei soll er ergieren?
Der Popstar unter den Politikern: Sebastian Kurz.
Kurz und mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.
Kurz (Mitte) flankiert von Werner Kogler (Grüne) und Norbert Hofer (FPÖ).
Die ÖVP deklassiert SPÖ und FPÖ.
Sebastian Kurz gewann die Wahl haushoch. Doch mit welcher Partei soll er ergieren?
Der Popstar unter den Politikern: Sebastian Kurz.
Der Popstar unter den Politikern: Sebastian Kurz.
Der Popstar unter den Politikern: Sebastian Kurz.

Sebastian Kurz gewann die Wahl haushoch. Doch mit welcher Partei soll er ergieren?

Keystone

Österreich hat gewählt. Und wie. Noch nie ist eine Partei mit so grossem Vorsprung über die Ziellinie gelaufen wie gestern die ÖVP von Sebastian Kurz. Rund 15 Prozentpunkte liegt die Volkspartei vor den serbelnden Sozialdemokraten. Damit ist klar: Der nächste Kanzler wird erneut Sebastian Kurz heissen. Der 33-jährige Ausnahmepolitiker ist die dominierende Figur unseres Nachbarlandes.

Doch das gute Wahlergebnis hat seine Tücken. Von einer absoluten Mehrheit ist die ÖVP weit entfernt, sie wird einen Partner brauchen, um eine neue Regierung zu bilden. Dabei hat Kurz die Qual der Wahl. Da sind zum Beispiel die Grünen, die bei der Wahl 2017 noch an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert sind und jetzt fulminant ins Parlament zurückkehren. Ob sie jetzt aber für ein Bündnis mit Kurz zur Verfügung stehen, ist fraglich. Die ersten Reaktionen aus den Reihen der Grünen sind zurückhaltend. Eine Regierung von ÖVP und SPÖ ist noch unwahrscheinlicher.

Kurz hat im Wahlkampf betont, er wolle den Mitte-Rechts-Kurs der letzten Regierung fortsetzen. Die logische Folge daraus wäre die Neuauflage der Koalition mit der FPÖ. Diese stand jedoch im Zentrum der Ibiza-Affäre, welche den gestrigen Urnengang überhaupt nötig gemacht hat. Auch der Umstand, dass die FPÖ zehn Prozentpunkte verloren hat, schafft Hürden für ein neuerliches Zusammengehen. Kurz steht trotz Triumph vor schwierigen Verhandlungen.

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