SIAULIAI: 150 US-Soldaten in Litauen eingetroffen

Wegen der Ukraine-Krise verstärken die USA weiter ihre Truppenpräsenz in Osteuropa. Am Samstag trafen rund 150 US-Soldaten einer Luftlandebrigade in Litauen ein.

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Soldaten der 173. Airborne Brigade wohnen einer Willkommenszeremonie bei ihrer Ankunft in Litauen bei. Die Soldaten sollen an NATO Manövern teilnehmen. (Bild: Keystone)

Soldaten der 173. Airborne Brigade wohnen einer Willkommenszeremonie bei ihrer Ankunft in Litauen bei. Die Soldaten sollen an NATO Manövern teilnehmen. (Bild: Keystone)

Präsidentin Dalia Grybauskaite sprach von einer «Abschreckungsmassnahme». In der derzeitigen Lage werde deutlich, «wer unsere wahren Freunde sind», sagte sie nach dem Eintreffen der Soldaten auf der Luftwaffenbasis Siauliai im Norden des Landes. Die Ukraine-Krise hat insbesondere in den baltischen Staaten die Sorge vor einer Bedrohung durch Russland verstärkt.

Die US-Truppen sollen in Litauen im Verlauf des Jahres an mehreren Militärübungen teilnehmen. Würde einer der «Gäste» verletzt, werde das nicht nur eine «offene Konfrontation mit Litauen, sondern auch mit den USA» zur Folge haben, sagte Grybauskaite.

Weitere Soldaten auch in anderen Ländern

Vor einigen Tagen hatte Washington erklärt, insgesamt 600 Soldaten zu Manövern nach Polen und ins Baltikum zu entsenden. Demnach handelt es sich um «bilaterale» Übungen mit den NATO-Verbündeten, die aber nicht im offiziellen Rahmen der Militärallianz stattfinden. In Polen war bereits am Mittwoch eine Einheit eingetroffen, in Lettland kamen am Freitag US-Soldaten an. Am Montag sollen 150 Streitkräfte in Estland eintreffen.

Das Pentagon hatte zu den Entsendungen erklärt, diese seien ein «sehr greifbares» Bekenntnis der USA zu den Sicherheitsverpflichtungen in Europa. Der Schritt sende eine «Botschaft» an Russland, dass Washington diese Verpflichtungen ernst nehme.

sda / afp