Hurrikan Maria
«Solltet stolz auf die Todeszahlen sein»: 4 Trump-Fettnäpfchen vom Besuch im schwer sturmgeschädigten Puerto Rico

Der US-Präsident besuchte am Dienstag die vom Hurrikan «Maria» schwer getroffene Karibikinsel Puerto Rico. Nachdem Kritik an der Reaktion seiner Administration auf den Sturm lautgeworden war, sollte die Visite positive Schlagzeilen bringen. Doch Trump trat in mehr als ein Fettnäpfchen.

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Trump in Puerto Rico
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Trump bei seinem Besuch in Puerto Rico.
Er hat seinen Besuch auf der schwer sturmgeschädigten Karibikinsel Puerto Rico für Lobpreisungen des Katastropheneinsatzes seiner eigenen Regierung genutzt.
Er sprach vom "grossartigen" und "fantastischen Job", den die Bundesbehörden und das Militär in dem US-Aussenterritorium geleistet hätten.
In New York hat es nahe des Trump Towers eine Demonstration gegen sein Auftreten gegeben.

Trump in Puerto Rico

MIKE THEILER / POOL

Kaum gelandet traf sich Trump mit Vertretern der Rettungsdienste, der Armee und lokalen Verantwortlichen. Während dem als «Briefing» für den Präsidenten angekündigten Treffen sprach vor allem Trump selber, der die «fantastische» Arbeit der Rettungsdienste und seiner Regierung lobte.

1 Wer Trump lobt, kriegt Trumps Lob

Neben Trump sass Ricardo Rosselló, der Gouverneur der Insel. Trump lobte ihn dafür, dass er den Bemühungen der Regierung «die höchsten Noten» gegeben habe, so Trump. Eine Anspielung auf die ebenfalls am Briefing anwesende Bürgermeisterin der Inselhauptstadt San Juan, Carmen Yulin Cruz, welche Trump scharf kritisiert hatte. Sie erwähnte Trump beim Briefing mit keinem Worten.

2 Trump hält Puerto Rico die hohe Verschuldung vor

Trump teilte den versammelten Vertreter Puerto Ricos – wo immer noch über 90 Prozent des Stromnetzes nicht funktionstüchtig ist, es an Wasser und Nahrungsmitteln mangelt – mit, dass die Schuldenkrise des US-Territoriums das Budget der USA belaste. Dieses sei wegen der Insel aus dem Gleichgewicht geraten, so der Präsident.

3 Wenig Tote im Vergleich zu einer «echten Katastrophe»

Trump muss sich zunächst bei Gouverneur Rosselló erkundigen, wieviele Todesopfer es gegeben hat. Dessen Antwort – 16 bestätigte Sturmtote, wobei die offizielle Zählung der bestätigten Todesopfer wegen des herrschenden Chaos seit sechs Tagen nicht mehr angepasst werden konnte – scheint Trump zufrieden zu stellen. Jeder Tod sei ein Horror, so der Präsident: «Aber wenn man eine echte Katastrophe wie Hurrikan Katrina anschaut, mit hunderten Toten [...] könnt ihr sehr stolz auf eure Leute sein.»

Update: Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 34 gestiegen.

4 «Have a good time»

Im Gespräch mit einer vom Hurrikan betroffenen Familie versprach Trump, dass man aushelfen werde. Er verabschiedete sich mit den Worten: «Have a good time» – was so viel wie «Viel Vergnügen» bedeutet.

5 Das Fazit auf Twitter

Grosse Schäden nach Hurrikan Maria auf Puerto Rico:

Grosse Schäden nach Hurrikan Maria auf Puerto Rico
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Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht.
Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht.
Aufräumen ohne Strom: Wegen Hurrikan Maria ist auf Puerto Rico flächendeckend der Strom ausgefallen.
Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht.
Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht.
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Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht.

Grosse Schäden nach Hurrikan Maria auf Puerto Rico

Carlos Giusti