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SPORT: Olympisches Angeberwissen

Am 5. August beginnt in Rio die Olympiade. Da fragt man sich doch: Was passiert denn, wenn das olympische Feuer aus Versehen ausgeht? Oder: Was bedeuten die olympischen Ringe? Wir sind um Antworten nicht verlegen.
Christian Satorius
An der Copacabana läuft es wie immer rund: Diese Sonnenanbeter fotografieren sich vor den olympischen Ringen – ob sie auch wissen, was diese bedeuten? (Bild: Keystone/Sergei Ilnitsky)

An der Copacabana läuft es wie immer rund: Diese Sonnenanbeter fotografieren sich vor den olympischen Ringen – ob sie auch wissen, was diese bedeuten? (Bild: Keystone/Sergei Ilnitsky)

christian satorius

Was passiert eigentlich, wenn das olympische Feuer aus Versehen ausgeht?

Das olympische Feuer ist eines der wichtigsten Symbole der Olympiade. Nur Sonnenstrahlen dürfen es entzünden, Streichhölzer oder gar Feuerzeuge sind tabu. Da fragt man sich natürlich: Und was ist, wenn es aus Versehen mal ausgeht oder die Sonne einfach nicht scheinen will? Gute Frage. Da das olympische Feuer schon lange vor den Wettkämpfen entzündet wird – schliesslich muss es ja erst noch in einem medienwirksamen Fackellauf von Griechenland aus zum Austragungsort der Olympiade getragen werden – bleibt auch noch reichlich Zeit, um auf einen richtig schönen Sonnentag zu warten. An einem solchen Tag wird dann eine Reserveflamme erzeugt, und zwar genau wie beim olympischen Feuer selbst mittels Parabolspiegel. Danach wird die Flamme schnell in einer Sicherheitslampe verstaut. Sollte also an dem Tag, an dem die offizielle Zeremonie geplant ist, die Sonne einmal nicht scheinen, so kann man ganz einfach auf die Reserveflamme in der Sicherheitslampe zurückgreifen. Aus dem gleichen Grund brauchen auch die Fackelträger keinen Taschenparabolspiegel einzustecken. Sollte die Flamme doch einmal aus Versehen verlöschen, steht mit der Reserveflamme ja immer noch eine Notbeleuchtung zur Verfügung.

Was bedeuten die olympischen Ringe und deren Farben?

Auch die olympischen Ringe sind symbolgeladen. Sie sind eine Erfindung Pierre de Coubertins, der die Wiederbelebung der Olympischen Spiele in der Neuzeit massgeblich vorangetrieben hat. Dementsprechend weiss er auch am besten, was das Ganze soll: «Die olympische Fahne ist weiss mit fünf ineinander verschlungenen Ringen in der Mitte: Diese Ringe sind blau, gelb, schwarz, grün, rot. Sie stellen die fünf Erdteile dar, die der Olympismus vereint. Die insgesamt sechs Farben der olympischen Fahne nehmen jene aller Landesfahnen auf, die zu unserer Zeit im gesamten Universum wehen.»

Gibt es einen Unterschied zwischen «Olympia» und «Olympiade»?

Streng genommen benennt das Wort «Olympiade» eigentlich die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen. Dieser Zeitraum von insgesamt vier Jahren beginnt in dem Jahr, in dem die Olympischen Spiele stattfinden. Nichtsdestotrotz verwenden wir das Wort «Olympiade» heute natürlich synonym für die Olympischen Spiele insgesamt. «Olympia» hingegen bezeichnet eigentlich das Heiligtum des Göttervaters Zeus auf der griechischen Insel Peloponnes, wo die Olympischen Spiele der Antike früher stattgefunden haben. Damals stand dort mit dem Zeus-Tempel der grösste Tempel ganz Griechenlands.

Welcher Ball ist bei der Olympiade der schnellste?

Bei den Olympischen Spielen finden ja auch jede Menge Ballsportarten statt. Welcher dieser Bälle ist aber wohl der schnellste? Zum einen ist da natürlich der König aller Bälle, der Fussball. Da dieser aber aus Leder ist, gross und laut Fifa mindestens 410 Gramm schwer sein muss, dürfte jedem klar sein: So richtig schnell wird dieser Ball nicht. Bei zirka 120 km/h ist in der Regel dann auch Schluss. Rekordschüsse um die 200 km/h herum, wie der des Brasilianers Roberto Carlos (202 km/h) und seines Landsmannes Ronny (210,9 km/h) wurden inzwischen wissenschaftlich angezweifelt und auf Messungenauigkeiten zurückgeführt. Schneller kann auf jeden Fall ein Tennisball werden. Der Weltrekordball von Samuel Groth aus dem Jahr 2012 kam immerhin auf stolze 263,4 km/h. Ein Golfball ist noch schneller. Mit 349,38 km/h steht Ryan Winthers Golfschlag im Guiness-Buch der Weltrekorde. Nur ein einziger Ball kann das bei den Olympischen Spielen theoretisch noch toppen: der Badmintonball. Ganze 493 km/h erreichte Tan Boon Heongs Smash unter Laborbedingungen im Jahr 2013.

Warum heisst die Stadt Rio de Janeiro «Fluss des Januars»?

Am Neujahrstag des Jahres 1502 stiess die portugiesische Expedition Amerigo Vespuccis beim Erkunden Brasiliens auf die Guanabara-Bucht. Der Italiener Vespucci ging allerdings davon aus, dass er hier eine romantische Flussmündung vor sich hatte und wusste nicht, dass dies in Wahrheit lediglich eine Bucht war. Was lag da an einem Neujahrstag also näher, als einen vermeintlichen Fluss «Fluss des Januars» zu nennen? Na ja, für Kreativität gab es damals wohl leider keine Punkte.

Gibt es im Amazonas Wale?

Im brasilianischen Amazonas, dem wasserreichsten Fluss der Erde, gibt es mit den bis zu drei Meter langen Amazonasdelfinen tatsächlich Wale. Delfine sind nämlich nichts anderes als kleine Wale. Als echte Säugetiere verfügen sie über richtige Lungen und müssen dementsprechend auch ab und zu zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen. Da die Amazonasdelfine äusserst selten sind und durch Umweltverschmutzung, durch Staudammbau und leider auch durch Bejagung vom Aussterben bedroht sind, kann sich jeder absolut glücklich schätzen, der einen solchen einmal zu Gesicht bekommt. Fast schon olympisch glücklich.

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