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STRASSBURG: Studie: Britische Medien und Politiker schüren Hass gegen Migranten

Britische Boulevardmedien schüren nach Ansicht von Experten des Europarats Hass gegen Migranten. Die Folge sei ein Anstieg von rassistischen Übergriffen, so die Experten.
Die britischen Boulevard-Medien und Politiker schüren Hass gegen Migranten. Deshalb sei es zu einem Anstieg an rassistisch motivierten Übergriffen gekommen. Im Symbolbild: Britische Polizisten im Einsatz in London. (Bild: AP Photo/Frank Augstein)

Die britischen Boulevard-Medien und Politiker schüren Hass gegen Migranten. Deshalb sei es zu einem Anstieg an rassistisch motivierten Übergriffen gekommen. Im Symbolbild: Britische Polizisten im Einsatz in London. (Bild: AP Photo/Frank Augstein)

Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Wie es in dem Bericht heisst, verwendet eine Reihe von Zeitungen, die zu den auflagenstärksten im Land gehören, regelmässig beleidigende diskriminierende und aggressive Begriffe gegenüber Flüchtlingen. Zugleich sei die Zahl von Übergriffen mit rassistischem, antisemitischen oder sexistischen Motiven in Grossbritannien zeitweise stark gestiegen.

«Es ist kein Zufall, dass rassistische Gewalt in Grossbritannien zunimmt, während wir zur gleichen Zeit beunruhigende Beispiele von hasserfüllten Äusserungen in Zeitungen, Online und sogar von Politikern hören», sagte der ECRI-Vorsitzende Christian Ahlund einer Medienmitteilung zufolge.

Die Boulevardzeitung «The Sun» hat dem Bericht zufolge zum Beispiel im Jahr 2015 einen Artikel über Flüchtlinge mit dem Titel überschrieben «Rettungsboote? Ich würde Kanonenboote verwenden, um Flüchtlinge aufzuhalten». In dem Beitrag seien Migranten zudem mit «Kakerlaken» verglichen worden. Auch andere Minderheiten wie Roma, Transsexuelle und Muslime würden in Zeitungen und Sozialen Medien häufig negativ dargestellt, heisst es in dem Bericht.

ECRI erstellt laufend Berichte zu Rassismus, Fremdenhass, Intoleranz und Diskriminierung in den 47 Mitgliedsländern des Europarats. Für den Bericht hat ECRI Daten von Nichtregierungsorganisationen und Behörden ausgewertet. Erfasst wurden Ereignisse zwischen 2009 und dem 17. März dieses Jahres. Auch nach dem Brexit-Votum vom 23. Juni kam es in Grossbritannien zu einem Anstieg ausländerfeindlicher Vorfälle.

sda

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