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STURM «HARVEY»: Energie aus warmem Wasser

Die Namen dieser meteorologischen Ungeheuer sind jeweils recht freundlich: «Katrina» 2005, «Sandy» 2012 und nun «Harvey». Ihre Folgen allerdings sind alles andere als harmlos, deshalb wird jeweils schnell von einem Jahrhundertsturm gesprochen. «Harvey» ist bei weitem nicht der stärkste Sturm aller Zeiten. Aber eingeklemmt zwischen zwei Hochdruckgebieten ist er ein riesiges, konzentriertes Tiefdruckgebiet, das gewaltige Wassermengen aus dem Meer zieht, die jetzt Houston überfluten.

Die Wucht des Tropensturms ist nicht ungewöhnlich, er wurde denn auch lange nicht auf der höchsten Gefahrenstufe klassiert. Tropenstürme sind normale Erscheinungen in der Hurrikan-Saison in den USA. Normalerweise zieht ein solcher Sturm von Afrika her zur Karibik und trifft auf Kuba oder Florida. Gefährlich werden die Wirbelstürme, wenn sie weiter nach Norden gehen in dicht besiedelte Gebiete der USA – so wie «Harvey» nun über Texas. Eigentlich ist es aber selten, dass die Stürme nördlicher gehen, weil dort das Meerwasser des Atlantiks zu kalt ist und darum die Energie des Hurrikans verloren geht.

«Harvey» bewegt sich besonders langsam

«Harvey» zieht aber immer noch viel Energie aus dem warmen Meerwasser und bewegt sich zum Schrecken aller besonders langsam. So kann er immer weiter Wasserdampf anziehen, der sich in grossen Wassermengen über dem Festland entlädt. Denn eine der grössten Gefahren dieser etwa 200 Kilometer grossen Tiefdruckgebiete sind, neben Wellen und Wind, die Niederschläge.

Wie immer lässt sich aus einem einzelnen Ereignis wie «Harvey» nicht auf den Klimawandel schliessen. Aber Forscher sind sich darin einig, dass die Tropenstürme künftig intensiver werden. Dies, weil sie Energie aus der Oberflächentemperatur des Ozeans ziehen. Und diese erhöht sich mit der Erderwärmung.

Bruno Knellwolf

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