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Sturmtief «Vaia» fegt durch die Schweiz – Stromunterbrüche im Kanton Luzern

In der Nacht auf Dienstag ist Sturmtief «Vaia» von Süden nach Norden über die Schweiz gezogen. Dabei kam es lokal zu Orkanböen. Auf dem Gütsch ob Andermatt wurden 213 Stundenkilometer gemessen. In Luzern stürzten in Mosen und Retschwil Bäume auf die Strasse, in Beromünster und im Raum Willisau kam es zu kurzen Stromunterbrüchen.
Dunkel Häuserzeilen: In Beromünster gingen wegen des Sturms die strombetriebenen Lichter aus. (Leserbild: Simon Meyer (29.10.2018))

Dunkel Häuserzeilen: In Beromünster gingen wegen des Sturms die strombetriebenen Lichter aus. (Leserbild: Simon Meyer (29.10.2018))

In den Alpentälern pfiff der Wind gehörig, wie SRF Meteo mitteilte. In den Bergen wurden auf dem Gütsch ob Andermatt UR 213 Kilometer pro Stunde und auf dem Piz Martegnas GR Tempo 181 registriert. Für den Gütsch ist es gemäss Meteonews der dritthöchste Wert seit Messbeginn im Jahr 1981. In Andermatt erreichten die stärksten Windböen eine Geschwindigkeit von 112 km/h. Dies ist der zweithöchste Wert seit Messbeginn im Jahr 1997 an dieser Station.

Windgeschwindigkeiten Zentralschweiz

Messstation M.ü.M. km/h
Gütsch 2287 213
Titlis 3040 137
Andermatt 1442 112
Egolzwil 522 89
Gersau 435 85

Blockierte Strassen und Stromunterbrüche im Kanton Luzern

Am Montag stürzte zwischen 23.15 Uhr und 23.30 Uhr im Kanton Luzern in Mosen und Retschwil je ein Baum um und blockierte die jeweilige Strasse. Die beiden zuständigen Feuerwehren seien aufgeboten worden und die Strassen innerhalb von 15 bis 30 Minuten wieder frei geräumt gewesen, sagte Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage hin.

Aufgrund des Sturmes kam es im Kanton Luzern auch zu zwei Stromunterbrüchen. Am Montag fiel in Gemeindeteilen von Altbüron, Fischbach, Grossdietwil, Willisau und Zell um 22.47 Uhr der Strom aus. In den ersten paar Minuten waren gemäss der CKW rund 1'800 Haushalte davon betroffen. Die meisten seien aber nach wenigen Minuten wieder mit Strom beliefert worden, zugeführt aus den Ersatznetzen.

Auch in Teilen von Beromünster und Gunzwil fiel der Strom aus. Hier gingen die Lichter ebenfalls um 22.47 Uhr bei rund 1'400 Haushalten aus. Die Mehrheit der Haushalte sei auch in diesem Gebiet nach ein paar Minuten wieder mit Strom versorgt worden, so die CKW.

Bis der Normalbetrieb über das übliche Versorgungsnetz wieder hergestellt war, verging jeweils rund eine Stunde. In beiden Fällen seien Bäume oder Äste auf den Leitungen wohl die Ursache gewesen, bestätigt Mediensprecher Marcel Schmid.

Nicht auf den Sturm zurück zu führen ist der Stromunterbruch in Teilen von Sempach und Neuenkirch vom Dienstagmorgen. In diesem Fall hat eine Baufirma bei Grabarbeiten ein Hochspannungskabel beschädigt, wie die CKW auf ihrer Website mitteilen.

Windiger Dienstag

Am Dienstag bewegt sich «Vaia» nun weiter nordwärts über die Schweiz und Deutschland bis zur Nordsee. Die Behörden hatten aus Sicherheitsgründen bereits am Montag von Wanderungen und anderen Outdooraktivitäten abgeraten.

In der Schweiz bleibt es auch am Dienstag windig. Meteonews rechnet auf den Bergen wie auch im Flachland mit einem starken bis stürmischen Südwestwind mit Böen um 50 bis 80 Kilometern pro Stunde. In den Bergen sind weiterhin Böen mit Orkanstärke möglich. Am Nachmittag und gegen Abend sollte der Wind allmählich nachlassen.

Schnee bis 600 Meter

Am Dienstagvormittag liegt die Schneefallgrenze im Westen zwischen 600 bis 800 Meter. Im Osten der Schweiz regnet es nur gelegentlich, Schnee gibt es ab 800 bis 1200 Metern. Im Bündnerland liegt die Schneefallgrenze höher, bei rund 1500 bis 1800 Metern. Am Nachmittag klingen auch die Niederschläge ab. Von Westen her folgen gemäss Meteonews Auflockerungen. Die Temperaturen liegen zwischen 5 bis 8 Grad. Weiter regnet es im Süden, besonders am Vormittag. Schnee fällt dort ab rund 1500 Metern.

Im Tessin, Wallis und Graubünden hatte das Tief «Vaia» am Montag teils für heftige Niederschläge gesorgt. In vom Dauerregen betroffenen Gebieten wurden mehrere Strassen wegen Lawinen- oder Steinschlaggefahr gesperrt. Allein die Bündner Polizei rückte seit dem Wochenende mehrere Dutzend Mal zu Verkehrsunfällen aus. Gemäss Meteonews beträgt die Niederschlagssumme seit Freitagabend vom Simplongebiet übers Tessin bis nach Mittel- und Südbünden verbreitet 150 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter.

Der Wintereinbruch forderte auch die Schneeräumungsequipen stark. Sie hatten alle Hände voll zu tun auch mit dem Wegräumen der vielen auf die Strassen gefallenen Äste und der umgestürzten Bäume. Zahlreiche Alpenpässe wurden ab Montagmittag für die Winterpause geschlossen. Auch auf der Schiene kam es zu Behinderungen.

sda/spe

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