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SYRIEN: Angriff sorgt für Krise

US-Präsident Donald Trump lässt als Vergeltung für einen mutmasslichen Giftgasangriff einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien attackieren. Russland ist empört.
Renzo Ruf, Washington

Ein US-Luftangriff auf Syrien in der Nacht auf Freitag hat die erste Krise zwischen der neuen US-Regierung unter Donald Trump und Russland ausgelöst. Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilte das Bombardement eines Luftwaffenstützpunktes als Angriff auf die Souveränität Syriens. Der Präsident des Landes, Baschar al-Assad, nannte den Einsatz «rücksichtslos und unverantwortlich».

Donald Trump hatte den Angriff als Reaktion auf einen mutmasslichen Chemiewaffeneinsatz syrischer Truppen angeordnet. Dabei waren am Dienstag mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen und 546 verletzt worden.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums feuerten Kriegsschiffe im Mittelmeer 59 Marschflugkörper des Typs Tomahawk auf die Basis bei Homs im Westen Syriens ab.

Washington droht mit weiteren Schlägen

«Wir sind darauf vorbereitet, noch mehr zu tun, hoffen aber, dass es nicht notwendig sein wird», sagte gestern die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley. Das US-Verteidigungsministerium untersucht nun, ob Russland an der Vorbereitung oder Durchführung des Giftgasangriffs beteiligt war, wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Pentagons sagte.

Russland ist der engste Verbündete Assads. Die US-Regierung vollzieht mit dem Angriff eine Kehrtwende in ihrer Syrien-Politik. Noch vergangene Woche hatte US-Aussenminister Rex Tillerson während eines Besuches in der Türkei gesagt, Assads Schicksal werde vom syrischen Volk bestimmt. Das wiederum war eine Abkehr von der Linie der Vorgängerregierung unter Barack Obama, die Assad die Hauptverantwortung für den Konflikt im Bürgerkriegsland zuschob und auf seinen Sturz hinarbeitete.

Trump sagte am Rande eines Treffens mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping in Florida, von dem beschossenen Flugplatz sei der Angriff mit Giftgas auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun südwestlich von Aleppo ausgegangen. Dies sei ein «barbarischer Akt» gewesen. (sda)

Kommentar 6. Spalte2/3

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