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Teilung ist zementiert

Redaktor Gerd Höhler über die Zypern-Verhandlungen.
Gerd Höhler, Athen
Gerd Höhler

Gerd Höhler

Der bisher hoffnungsvollste Anlauf zur Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Insel Zypern ist gescheitert. Er schien aussichtsreich, weil die Führer der beiden Gemeinschaften, der Inselgrieche Nikos Anastasiades und der türkische Volksgruppenchef Mustafa Akinci, engagierte Einigungs­befürworter sind. Sie haben in den zurückliegenden zwei Jahren Annäherungen in wichtigen Punkten erzielt. Dennoch brachte der jüngste Gipfel in Crans-Montana nicht den erhofften Durchbruch.

Die Verantwortung dafür liegt vor allem bei der Türkei. Die Forderung von Staatschef Erdogan, die Türkei müsse auch in einem wiedervereinigten Zypern auf mindestens 15 Jahre mit Truppen präsent sein, war nicht nur für die griechische Volksgruppe inakzeptabel.

Ein vereintes Zypern hätte, als Schwelle zum Nahen Osten, in der Sicherheitsarchitektur der Nato eine bedeutende Rolle spielen können. Die Nutzung der Gasvorkommen vor den Küsten Zyperns hätte Europa unabhängiger von russischen Energielieferungen gemacht. Die grössten Verlierer sind die türkischen Zyprer. Der wirtschaftlich schwache Inselnorden hätte von einer Wiedervereinigung besonders profitiert. Doch nicht nur ihm hat Erdogan einen Bärendienst erwiesen. Mit seiner kompromisslosen Haltung hat er die Teilung Zyperns zementiert und die Türkei im Westen weiter isoliert.

Gerd Höhler, Athen

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