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Theresa May zeigt sich verhandlungsbereit

Brüssel Bei einem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk hat die britische Premierministerin Theresa May neue Vorschläge für die Brexit-Verhandlungen überbracht. Im September hatte May angekündigt, ihr Land werde seine «während der Mitgliedschaft eingegangenen Verpflichtungen einhalten». Nun stellt May klar: Gemeint damit ist nicht nur die Erfüllung aller Zahlungen bis Ende 2020. Offenbar will London auch darüber hinausgehende Zahlungen, etwa für Projekte des EU-Kohäsionsfonds beibehalten. Hinter vorgehaltener Hand ist in London von einer Gesamtsumme von rund 40 Milliarden Euro die Rede. Freilich wollen die Briten ihr Entgegenkommen an baldige Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen knüpfen.

Diese werden von der EU bisher blockiert, was in London für Unverständnis sorgt: Insbesondere bei der hochsensiblen Frage über die zukünftige Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland kann es, so die Meinung vieler Experten, keinen Fortschritt geben, ohne dass wenigstens die Konturen der künftigen Handelsbeziehungen erkennbar sind. (sbl)

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