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Tillerson-Entlassung: Stillos, aber richtig

USA-Korrespondent Renzo Ruf über die Entlassung des amerikanischen Aussenministers Rex Tillerson.
Renzo Ruf, Washington
Renzo Ruf

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Natürlich ist es störend, dass der US-Chefdiplomat über den Kurznachrichtendienst Twitter entlassen wird. Man kann von Rex Tillerson halten, was man will – der ehemalige Öl-Manager hätte einen stilvolleren Abgang verdient. Nun geht er als Aussenminister in die Geschichte ein, der eine der kürzesten Amtszeiten hatte. Und dennoch ist die Personalie, die gestern Washington aufrüttelte, eine positive Nachricht. Denn beim designierten Nachfolger von Tillerson, dem amtierenden CIA-Direktor Mike Pompeo, handelt es sich um einen Vertrauten von Präsident Donald Trump. Die beiden denken nicht nur ähnlich, auch in ihren Auftritten gleichen sie sich. Und das ist gut so.

Eines der grossen diplomatischen Hindernisse, mit denen sich Freund und Feind der USA im vergangenen Jahr konfrontiert sahen, war, dass der Aussenminister das Vertrauen des Präsidenten verloren hatte. Immer wieder verbreitete Tillerson deshalb Botschaften, die nicht mit Trump abgesprochen waren. So sagte der Aussenminister noch in der vorigen Woche, der Präsident hege nicht die Absicht, mit Nordkorea das direkte Gespräch zu suchen. Dass Trump anderer Meinung war, wollte Tillerson entweder nicht wahrhaben – oder er wusste es schlicht und einfach nicht.

Unter einem Aussenminister Pompeo wird Amerika nun wieder mit einer Stimme sprechen. Der kantige Republikaner wird dabei Dinge sagen, die gerade in Europa auf wenig Verständnis stossen werden – was ihn in Brüssel oder Berlin nicht zu einem beliebten Gast machen wird. Aber immerhin weiss der Rest der Welt nun, dass der amerikanische Chef­diplomat wieder das Vertrauen des Präsidenten geniesst.

Renzo Ruf, Washington

nachrichten@luzernerzeitung.ch

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