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Mehrere Tote nach Unwettern in Italien – Hochwasser in Österreich

Orkanwinde peitschen die italienische Riviera, Bäche werden zu reissenden Flüssen, Bäume erschlagen Menschen. Schwere Unwetter wüten in weiten Teilen Italiens. Auch Österreich blieb nicht verschont: 10'000 Haushalte waren ohne Strom.
70 Prozent von Venedig wurde geflutet. (Bild: EPA/ANDREA MEROLA)

70 Prozent von Venedig wurde geflutet. (Bild: EPA/ANDREA MEROLA)

Die Unwetter in Italien haben bisher mindestens sieben Menschenleben gekostet. In St. Martin in Thurn in Südtirol wurde am Montagabend ein freiwilliger Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Tote gab es laut Medienberichten unter anderem im Umland von Rom und Neapel.

Wegen der Unwetter wurden in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti am Montagabend in Genua mit. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der Küste der italienischen Riviera. Auch der internationale Flughafen Cristoforo Colombo in Genua war am Dienstagmorgen dicht. Alle Flüge seien gestrichen worden, meldete Ansa.

Der Wasserstand in Venedig lag am Montag 156 Zentimeter über dem Meeresniveau. Gemäss Vorhersagen könnte der Pegel noch bis auf 160 Zentimeter steigen. (Bild: Andrea Merola/Keystone (29. Oktober 2019))
In Rom zerstörte ein umgestürzter Baum mehrere Autos. (Bild: Angelo Carconi/ANSA via AP (29. Oktober 2019))
Der Baum blockierte diese Strasse in Rom. (Bild: Angelo Carconi/ANSA via AP (29. Oktober 2019))
Die Strassen in Venedig werden zu Kanälen. (Bild: Andrea Merola/Keystone (29. Oktober 2019))
Auch in Napoli blockierten Bäume Strassen. (Bild: EPA/CIRO FUSCO, 29. Oktober 2018)
Diese Frau schöpft Wasser aus einem überfluteten Laden. (Bild: Andrea Merola/Keystone (29. Oktober 2018))
Eine Frau schreitet durch eine überflutete Strasse in Venedig. Gemäss den Behörden stehen 70 Prozent des historischen Zentrums der Stadt unter Wasser. (Bild: Andrea Merola/Keystone (29. Oktober 2019))
Touristen spazieren durch das Hochwasser in Venedig. (Bild: Andrea Merola/Keystone (29. Oktober 2018))
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Hochwasser in Venedig

Im Küstenort Rapallo, rund 30 Kilometer südöstlich von Genua, riss der Sturm Luxusjachten aus ihren Vertäuungen und liess sie aufs Ufer krachen. Mehrere Dutzend Jachten wurden zerstört, meldete die Zeitung «La Repubblica». «Es ist ein starker Eindruck, im Dunkeln die Silhouetten der Jachten vorbeiziehen zu sehen, die dann zerschellen», sagte ein Augenzeuge Ansa. In ganz Ligurien waren 22 000 Haushalte ohne Strom.

Im Hafen von Savona westlich von Genua wurde das Auto-Terminal überflutet. Nach einem Kurzschluss in zwei Lagerhallen brach Feuer aus. Einige Hundert Autos - die meisten der Luxusmarke Maserati -, die für den Export in den Nahen Osten bestimmt waren, seien zerstört worden, meldete Ansa.

Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens. Auch in Venetien blieb die Lage angespannt. In Venedig war am Montag das Hochwasser auf 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen, 70 Prozent der Altstadt standen unter Wasser. Am Dienstag besserte sich die Lage dort etwas, die Behörden erwarteten einen Wasserstand von noch 110 Zentimetern.

In Schlanders in Südtirol kam ein Mädchen verletzt ins Krankenhaus, nachdem es von einem Stein getroffen worden war. Die Bahnstrecke zum Brennerpass war am Dienstagmorgen unterbrochen, die Brennerautobahn einspurig befahrbar. In Dimaro in der Provinz Trient trat ein Wildbach über die Ufer, 200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Viele Behinderungen und Schäden wegen Unwetters in Österreich

Ein Föhnsturm und heftige Regenfälle haben in Österreich zu erheblichen Problemen geführt. Viele Strassen vor allem im Süden des Landes waren am Dienstag nach Angaben der Behörden wegen umgestürzter Bäume nicht passierbar. Mehrere Flüsse traten über die Ufer.

Der Bahnverkehr auf einzelnen Strecken musste eingestellt werden. In Kärnten waren rund 10'000 Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen war auch Salzburg. Hier wurden laut Feuerwehr Teile des Daches der Festung Hohensalzburg abgedeckt. Im Stadtgebiet stürzten Bäume und Kamine um.

Meteorologen erwarteten aber ein schnelles Abflauen des Sturms. «Der Höhepunkt wurde bereits erreicht», sagte ein Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien.

sda

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