Mali
Toter Fremdenlegionär in Mali: Wie ein Leben in fremden Kriegsdiensten ist

Harold Vormezeele leistete im zweiten Regiment der Regiment der Fremdenlegion als Fallschirmspringer Dienst. Am Dienstag ist der Hauptfeldweibel im Kriegsgebiet in Nord-Mali gefallen.

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Fremdenlegionär Harold Vormezeele ist in Mali gestorben.

Fremdenlegionär Harold Vormezeele ist in Mali gestorben.

Keystone

Der Belgier Harold Vormezeele (33) wurde im Februar 1999 Fremdenleginär. Da war er gerademal 19 Jahre alt. Nach fünfmonatiger Grundausbildung in der 4. Regiment trat er ins 2. Regiment der Fallschirmspringer ein.

Und dort bleibt er bis zu seinem Tod. Es gibt kaum ein Konfliktgebiet, auf dieser Welt, wo der Belgier nicht im Einsatz stand, wie aus einem Nachruf hervorgeht, den Kollegen im Internet veröffentlicht haben.

Bosnien und Herzegowina im Jahr 2000, Gabun im Jahr 2001, Djibouti im Jahr 2001 und 2011, New Caledonia im Jahr 2003, in der Elfebeinküste im Jahr 2006, in der Zentralafrikanischen Republik im Jahr 2007 und in Afghanistan im Jahr 2008, 2010 und 2011.

Seinen letzten Einsatz in Norden Malis leistete Vormezeele bereits als Franzose, genau genommen tat er das schon 2011 in Afghanistan. Vormezeele hatte 2010 nämlich um die französische Staatsbürgerschaft beantragt und diese auch bekommen.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Januar, während der Operation «Serval», dirigierte er Fallschirmspringer mit seiner Einheit in der Stadt Timbuktu. Kompetent und erfahrenen sei er gewesen, steht im Nachruf. Am 19. Februar wird die gepanzerte Patrouille, der Vormezeele angehörte, angegriffen. Der Fremdenlegioär wird tödlich verwundet. Er ist der zweite französische Soldat, der im Kampf in Mali getötet wurde.