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«Trumps Pudel» bleibt zu Hause

Sebastian Borger, London

Johnson Der eskalierende Syrien-Konflikt stürzt auch die Aussenpolitik Grossbritanniens in die Krise. Am Wochenende musste Aussenminister Boris Johnson eine für heute geplante Moskau-Reise absagen. Offenbar hatten sowohl Premierministerin Theresa May als auch die US-Verbündeten Sorge vor ungewollten Schlagzeilen durch Johnson, der weniger für geschickte Diplomatie als für flotte Sprüche bekannt ist. Johnson begründete die Absage des Moskau-Besuches jedoch staatsmännisch. Er wolle sich darum kümmern, dass die Aussenminister der G-7-Staaten bei ihrem Treffen am Dienstag in Italien eine «klare und koordinierte Botschaft an die Russen» richten. Diese könne dann von US-Aussenminister Rex Tillerson bei dessen Besuch in Moskau übermittelt werden.

Hinter den Kulissen kam es in den vergangenen Tagen offenbar zu fieberhaften Beratungen. Johnson wird als Diplomat weder im eigenen Haus noch in der Downing Street, dem Amtssitz der Premierministerin, sonderlich geschätzt. Auch die in letzter Minute versetzten Gastgeber in Russland äusserten sich abschätzig: Die Absage verdeutliche Grossbritanniens reduzierte Rolle in der Weltpolitik. Ähnlich urteilte auch die Opposition im Unterhaus. Johnson stehe «politisch schwer beschädigt» da, sagte Alex Salmond, Sprecher der schottischen Nationalpartei SNP. Der «Pudel von Präsident Trump» lasse sich seinen Terminkalender offenbar von der anderen Seite des Atlantiks aus diktieren.

Sebastian Borger, London

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