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Geisterstimmung statt Osterfreude in Italien – wie es um die Öffnungspläne der Nachbarländer steht

Europa fürchtet die dritte Welle: In Frankreich steigt die Zahl junger Opfer und in Italien stehen viele Beizen wegen des Oster-Lockdowns vor dem Aus. Nur Österreich lockert.

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Geisterstadt Rom: Italien ist wieder im Lockdown.

Geisterstadt Rom: Italien ist wieder im Lockdown.

Bild: EPA (15. März 2021)

(dsr/brä/chm/dpa) Die Fallzahlen in Europa steigen und die Nachbarländer der Schweiz rücken von ihren Öffnungsplänen ab. Ein Überblick.

Italien

Triste Ostern stehen den Italienern bevor. Seit gestern gilt in fast allen Landesteilen ein neuer Lockdown. Das Haus darf man nur noch aus dringenden Gründen verlassen. Betroffen sind mehr als 40 Millionen Menschen. Ostern ist für Italiens Tourismus die wichtigste Zeit des Jahres. Doch gestern waren die Piazze und Strassen im ganzen Land so gut wie menschenleer. Für etliche Betriebe im Gastgewerbe dürfte der neue Lockdown das definitive Aus bedeuten. Dennoch zeigen viele Verständnis für die Restriktionen. Das ist das Verdienst des neuen Ministerpräsidenten Mario Draghi, der jetzt auf dasselbe Motto setzt wie im Sommer 2012, als er als Chef der Europäischen Zentralbank den Euro vor dem Untergang bewahrt hatte: Whatever it takes – koste es, was es wolle.

Deutschland

Das Robert-Koch-Institut liess verlauten, man stehe am Anfang einer dritten Welle. Die Hoffnung auf eine baldige Lockerung des Lockdowns rückt damit in weiter Ferne. Am Samstag kam es deswegen in mehreren Städten zu Demos gegen die Massnahmen. Bei einer unbewilligten Protestaktion der «Querdenker» in Dresden wurden zwölf Polizisten verletzt.

Frankreich

Im Grossraum Paris sind die Intensivbetten ausgelastet. Unter den Patienten sind immer mehr Junge – zu 70 Prozent Opfer der britischen Mutante. Die Regierung will morgen entscheiden, ob sie doch noch einen Lockdown verhängt. Präsident Macron hat einen Lockdown bisher eisern abgelehnt, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten.

Österreich

Für die junge Generation gibt es einen Hoffnungsschimmer: Kinder und Jugendliche dürfen wieder in Kleingruppen Sport treiben. Im Bundesland Vorarlberg werden zusätzlich auch Veranstaltungen mit Zutrittstests ermöglicht, Restaurants öffnen für Kunden mit einem negativen Testresultat.