USA
Umweltschützer erbost: Trump verkleinert zwei Naturschutzgebiete massiv

US-Präsident Donald Trump hat zwei Naturschutzgebiete im Bundesstaat Utah um mehr als 5000 Quadratkilometer verkleinert. Nach Darstellung des Präsidenten sollen die somit nicht mehr unter Schutz gestellten Flächen frei werden, damit Einheimische wandern und jagen gehen können.

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Trump verkleinert Naturschutzgebiete
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Beide Gebiete liegen in Utah und sind fast so gross wie der Kanton Wallis.
Das National Monument Bears Ears wird um 85 Prozent schrumpfen.
Grand Staircase - Escalante büsst die Hälfte seiner Fläche ein.
Trump will die frei werdenden Flächen als Wander- und Jagdgebiet für Einheimische verstanden wissen.
Umweltschützer zweifeln an dieser Darstellung. Sie sehen wirtschaftliche Interessen – etwa die Suche nach Bodenschätzen – im Vordergrund.
Bears Ears wurde von Barack Obama erst im Dezember 2016 unter Schutz gestellt.
Innerhalb der Schutzzone finden sich auch wertvolle archäologische Stätten, wie etwa die 800 Jahre alten Pueblo-Ruinen.
Weitere Bilder aus dem Naturschutzgebiet Bears Ears.

Trump verkleinert Naturschutzgebiete

Rick Bowmer

Kritiker der Massnahme widersprachen dem energisch. Es gehe um harte wirtschaftliche Interessen, vor allem um Bohrungen nach Bodenschätzen und Fracking. "Wir dürfen dieser Regierung nicht erlauben, den Schutz zurückzufahren, der über ein Jahrhundert aufgebaut wurde", heisst es in einer Mitteilung führender demokratischer Politiker.

Das National Monument Bears Ears wird 85 Prozent seiner Fläche einbüssen, Grand Staircase - Escalante schrumpft der Anordnung Trumps zufolge um etwa 50 Prozent.

Beide National Monuments waren von demokratischen Präsidenten unter Schutz gestellt worden - Bears Ears erst im Dezember vergangenen Jahres noch von Barack Obama, Grand Staircase - Escalante im Jahr 1996 von Bill Clinton. Der streng religiöse Bundesstaat Utah wählt in der überwiegenden Mehrheit republikanisch.

Trump argumentierte, die Menschen in Utah wüssten viel besser, was gut für ihr Land ist, als Bürokraten im fernen Washington. Umweltschützer hingegen erklären, der Schutz sei entscheidend, um intensiven Bergbau und die Suche nach Bodenschätzen, verbunden mit erheblichen Einflüssen auf Umwelt und Landschaft, zu verhindern. Die Gegenden zählen zu den landschaftlich eindrucksvollsten in den USA.

Zahlreiche Organisationen haben bereits rechtliche Schritte gegen Trumps Entscheidung, die von Innenminister Ryan Zinke vorbereitet worden war, angekündigt. Zu den möglichen Klägern zählen auch Stämme der Navajo-Indianer, der Ureinwohner der Gegend. Sie fürchten unter anderem um heilige Stätten.