Libyen

UNO-Vermittler drängt Libyens Konfliktparteien zu Friedenslösung

Die Vereinten Nationen haben den Konfliktparteien im libyschen Bürgerkrieg einen Vorschlag zur Bildung einer Einheitsregierung vorgelegt. Vor einer Wiederaufnahme der Verhandlungen solle jede Seite darüber beraten. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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"Letzte Chance für Libyen": UNO-Sondergesandeter Bernardino Leon

"Letzte Chance für Libyen": UNO-Sondergesandeter Bernardino Leon

KEYSTONE/EPA/STR

Zu Beginn der neuen Runde von Friedensgesprächen hatte UNO-Vermittler Bernardino León die politischen Akteure in Libyen zur Einigung aufgerufen. "Vor euch liegt die einzigartige Chance, euer Land vor einem langwierigen Konflikt und einem endlosen Teufelskreis der Gewalt zu bewahren", sagte León am Montag in der marokkanischen Ortschaft Skhirat laut UNO-Mission in Libyen (Unsmil).

Leon betonte: "Die Augen des libyschen Volkes sind heute auf euch gerichtet, voller Erwartungen und voller Hoffnung, dass eure Worte und Taten die Waffen zum Schweigen bringen werden." Der UNO-Vermittler hofft auf eine Einigung noch vor dem Fastenmonat Ramadan, der um den 17. Juni beginnt.

In Marokko beraten die Vertreter der rivalisierenden Parlamente: der international anerkannten Volksvertretung in Tobruk und dem von Islamisten unterstützten Repräsentantenhaus in Tripolis. Ziel der Gespräche ist eine Regierung der nationalen Einheit, die vier Jahre nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi Libyen aus der Krise führt.

Das Machtvakuum haben Dschihadisten ausgenutzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und das Extremistennetzwerk Al-Kaida sind im Land aktiv.