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US-Wahltalk: «Joe Biden wäre ein toller Minister für Mitleid»

Der 77-jährige Joe Biden ist jetzt offiziell Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Die Umfragen sprechen für ihn. Doch das könnte sich rasch ändern, sagen CH-Media-Chefredaktor Patrik Müller und Auslandchef Samuel Schumacher im US-Wahltalk.

Patrik Müller, Samuel Schumacher
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Die Parteitage der Demokraten sind vorbei, Joe Biden (77) hat die Nomination zum Präsidentschaftskandidaten offiziell angenommen. In nationalen Umfragen liegt er deutlich vor Donald Trump (74).

Trotzdem findet Samuel Schumacher, Leiter der CH-Media-Auslandredaktion, den Hype um Biden verfrüht: «Seine vom Bildschirm abgelesene Ansprache am Parteitag war gut. Aber die Kommentatoren, die ihn jetzt über den grünen Klee loben, wirken auf mich wie erleichterte Eltern, die ihrem Kind an der Vortragsübung zujubeln, wenn es sein Stück fehlerfrei vorgetragen hat», sagt Schumacher im achten CH-Media-Wahltalk mit Chefredaktor Patrik Müller.

Trotz der guten Umfragewerte für Biden sagt Müller:

Der Funken bei den Jungen ist noch nicht gesprungen. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen.

Mit seinem Versprechen, dass er der Corona-geplagten Nation gut zuhören und für die betroffenen Familien da sein werde, konnte Biden zwar punkten. «Er bewirbt sich aber nicht als Minister für Mitleid, sondern für das mächtigste politische Amt der Welt. Dazu braucht es mehr als nur ein offenes Ohr», sagt Schumacher