US-Wahltalk: «Nach der Trump’schen Narrenshow jetzt ein Stiller, ein Stotterer – vielleicht gerade des Richtige für die USA»

In der 10. Folge des US-Wahltalks sprechen CH-Media-Chefredaktor Patrik Müller und Auslandchef Samuel Schumacher über eine aussergewöhnliche Umfrage – und Joe Bidens jüngste Ausrutscher.

Patrik Müller und Samuel Schumacher
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In zwei Monaten ist klar, wer Amerika für die kommenden vier Jahre regieren wird. Beide Kandidaten – der Republikaner Donald Trump und der Demokrat Joe Biden – haben diese Woche mit einem Besuch in der aktuellen Protesthauptstadt Kenosha im Swingstate Wisconsin versucht, sich als Retter in der Not zu präsentieren: Trump mit harschen Worten an die randalierenden Demonstranten («inländische Terroristen»), Biden mit offenem Ohr für die Opfer von Polizeigewalt.

Biden liegt in den Umfragen noch immer vorne.

«Fragt man die Amerikaner aber: Was glauben Sie, wen Ihre Nachbarn wählen? Dann stellt Trump seinen Herausforderer laut neuen Umfragen in den Schatten.»

Das sagt Auslandchef Samuel Schumacher, in der heutigen Folge des CH-Media-Wahltalks. Die Zahl der «heimlichen Trump-Wähler» sei noch immer gross.

«Die US-Bank JP Morgan hat diese Woche die Anleger gewarnt, dass ein Trump-Sieg wahrscheinlicher werde und sie das bei ihren Investments bedenken sollten», sagt Patrik Müller.

Dass Joe Biden, der sich bei seinen Auftritten in den vergangenen Tagen wiederholt grobe Aussetzer und Versprecher geleistet hat, das Land wirklich leiten könnte, daran zweifeln immer mehr Wähler. «Vielleicht wäre ist ein eher stiller Präsident, der auch mal stottert, nach vier Jahren Trump’scher Narrenshow aber genau das, was Amerika jetzt braucht», sagt Schumacher.