Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Analysten sehen Demokraten bei den US-Zwischenwahlen im Vorteil

Kurz vor der amerikanischen Parlamentswahl geben sich Republikaner und Demokraten betont optimistisch. Wahlanalysten gehen jedoch davon aus, dass die Opposition über die besseren Karten verfügt.
Renzo Ruf, Washington
Tom Perez, Vorsitzender der Demokraten, glaubt, dass es zwei Jahre nach der Wahl von Trump eine Wechselstimmung in der Bevölkerung gibt. (Bild: Georgia, Erik S. Lesser /EPA)

Tom Perez, Vorsitzender der Demokraten, glaubt, dass es zwei Jahre nach der Wahl von Trump eine Wechselstimmung in der Bevölkerung gibt. (Bild: Georgia, Erik S. Lesser /EPA)

Beide Seiten zeigen sich zwei Tage vor dem nationalen Urnengang siegessicher. Die republikanische Parteichefin Ronna Romney McDaniel verwies am Sonntag, während eines Auftrittes auf dem Nachrichtensender CNN, auf die boomende Konjunktur. Donald Trump «liefert Resultate», sagte sie – während sich die Demokraten darauf versteift hätten, dem Präsidenten Steine in den Weg zu legen. Sie glaube deshalb nach wie vor an einen Sieg der Republikaner bei der Wahl um das Repräsentantenhaus und den Senat in Washington.

Ähnlich optimistisch gab sich Tom Perez: Der demokratische Vorsitzende verwies auf CNN darauf, dass seine Partei für «das bessere Amerika» einstehe – und dass es zwei Jahre nach der Wahl von Trump eine Wechselstimmung in der Bevölkerung gebe.

Unabhängige Wahlanalysten pflegen diesen Theaterdonner zu ignorieren. Sie verweisen vielmehr auf Meinungsumfragen und Trends in den Wahlbezirken.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in mehreren Wahlbezirken

Auf nationaler Ebene gilt: Die Demokraten verspüren nach wie vor Rückenwind. Eine Umfrage des Senders NBC und der Tageszeitung «Wall Street Journal» ergab, dass 50 Prozent der amerikanischen Wähler es befürworteten, wenn die Demokraten im nationalen Parlament wieder das Sagen hätten. 43 Prozent möchten, dass die Republikaner im Repräsentantenhaus und Senat weiterhin die Mehrheit stellen. Diese Resultate stimmen mit dem Ergebnis einer Umfrage der Zeitung «Washington Post» und des Senders ABC überein, die ebenfalls zum Schluss kam, dass die Demokraten mit einem Vorsprung von sieben Prozentpunkten in die Wahl am kommenden Dienstag steigen.

Wiewohl dies gute Nachrichten für die Oppositionspartei sind, gibt es Hinweise darauf, dass sich das Klima für die Republikaner in den vergangenen Wochen etwas verbessert hat. So verringerte sich der Vorsprung der Demokraten in der «Washington Post»/ABC-Umfrage von 11 Punkten im Oktober auf 7 Punkte im November. Auch verweisen Wahlanalysten darauf, dass die Umfragen in politisch umkämpften Wahlbezirken des Repräsentantenhauses auf Dutzende von Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Republikanern und Demokraten hindeuteten. Ein leichter «Swing» zu Gunsten der Vertreter der Präsidentenpartei könnte deshalb massive Auswirkungen auf die Mehrheitsverhältnisse in Washington haben, sagte der Wahlanalyst Sean Trende am Wochenende auf Twitter.

Stürme könnten Wähler von der Urne abhalten

Mag sein, erwiderte der Prognostiker Nate Silver, der für das Portal «538» arbeitet. Seiner Meinung nach gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass sich die Ausgangslage für die beiden Grossparteien in den vergangenen Tagen fundamental verändert hat. Sowohl die Werte für die Demokraten als auch die Zahlen für die Republikaner seien stabil und deuteten darauf hin, dass die bisherige Opposition im Repräsentantenhaus die Mehrheit übernehmen werde und die Republikaner im Senat weiterhin das Sagen hätten. Die Prognose von «538» geht davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten künftig in der grossen Parlamentskammer die Mehrheit stellen werden, bei 77 bis 85 Prozent liegt. Die Chancen auf eine Machtübernahme der Demokraten im Senat hingegen belaufen sich auf 14 bis 16 Prozent.

Weil übrigens landesweit bereits mehr als 34 Millionen Wählerinnen und Wähler abgestimmt haben, werden politische Überraschungen in den kommenden 48 Stunden eine weit weniger wichtige Rolle spielen als in vergangenen Wahlgängen. Die Wetterfrösche prognostizieren für Dienstag Stürme im Mittleren Westen und an der Atlantikküste – was weniger enthusiastische Wählerinnen und Wähler von einem Gang an die Urne abhalten könnte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.