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USA: Trumps Chefstratege Steve Bannon weist Kritik zurück

Steve Bannon, Chefstratege von Präsident Trump, trat gestern an einer Konferenz konservativer Aktivisten in Washington auf. Der umstrittene Berater griff dabei die Medien an und lobte Trumps bisherige Arbeit.
Renzo Ruf, Washington
Steve Bannon (links) bei seinem gestrigen Auftritt mit Stabschef Reince Priebus.Bild: Jim Lo Scalzo/EPA (Washington, 23. Februar 2017)

Steve Bannon (links) bei seinem gestrigen Auftritt mit Stabschef Reince Priebus.Bild: Jim Lo Scalzo/EPA (Washington, 23. Februar 2017)

Renzo Ruf, Washington

Steve Bannon konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Als der strategische Berater von Präsident Donald Trump gestern an einer Konferenz der konservativen Bewegung vor den Toren der Hauptstadt Washington auftrat, erinnerte Bannon den Veranstalter daran, dass er bis vor kurzem noch eine Persona non grata gewesen sei – weil er politische Positionen vertritt, mit denen orthodoxe Konservative wenig anfangen können. «Ich möchte ganz herzlich dafür danken, dass ich endlich eine förmliche Einladung erhalten habe», sagte Bannon an die Adresse von Matt Schlapp, dem Präsidenten der American Conservative Union, der Organisatorin des jährlichen Treffens CPAC. Schlapp grinste und sagte: «Jeder ist nun ein Teil der konservativen Familie.»

In der Tat: Seit dem Wahlsieg Trumps im vorigen November gibt der Trump-Flügel in der konservativen Bewegung und damit in der Republikanischen Partei den Ton an. Bannon ist der Vordenker dieses Flügels, auch wenn sich der ehemalige Geschäftsführer der scharf rechts positionierten Internetpublikation «Breitbart» selten in der Öffentlichkeit zeigt. Umso grösser war deshalb das Interesse an seinem gestrigen CPAC-Auftritt, den er zusammen mit Stabschef Reince Priebus absolvierte. Und Bannon enttäuschte Freund und Feind nicht. Kaum hatte er das Wort, hob der massige Stratege zu einer scharfen Medienkritik an. Er warf den anwesenden Journalisten vor, die er konsequent als «Oppositionspartei» bezeichnete, den Präsidenten konsequent falsch zu verstehen und zu unterschätzen. Donald Trump sei kein Opportunist, sagte sein Chefstratege, sondern ein Mann, der dem amerikanischen Volk ein Versprechen abgegeben habe und nun sein Programm Punkt für Punkt abarbeite. «Die Medienberichterstattung ist katzfalsch», sagte Bannon, und von einem vorzeitigen Scheitern der neuen Regierung könne keine Rede sein. Ihm sei aber natürlich bewusst, dass die Erfolge Trumps den Journalisten sauer aufstiessen, da sie allesamt Anhänger der Globalisierung seien (auf Englisch: «Globalists») und nichts mit der «nationalistischen» Agenda des Präsidenten anfangen könnten.

Mehrheitlich jugendliches Publikum

Das mehrheitlich jugendliche Publikum quittierte diese Ausführungen mit begeistertem Beifall. Auch als Bannon über den Wirtschaftspopulismus Trumps sprach und über die Kritik des Präsidenten am klassischen Freihandel, setzte es warmen Applaus ab.

Matt Schlapp blieb nur noch übrig, darauf hinzuweisen, dass auch andere Strömungen der konservativen Bewegung weiterhin willkommen seien. An CPAC, dem jährlichen Stelldichein, geben nun aber klar die Trump-Kräfte den Ton an.

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