Regierungstreffen
USA und China wollen Beziehung und Zusammenarbeit verbessern

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping wollen die Beziehung ihrer Länder verbessern und ihre Zusammenarbeit vertiefen. Sie äusserten sich nach ihrem ersten Treffen am Donnerstag zuversichtlich über das künftige Verhältnis zwischen den beiden Staaten.

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Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben sich in Florida getroffen.

Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben sich in Florida getroffen.

Alex Brandon

Auf lange Sicht "werden wir eine sehr, sehr gute Beziehung haben, und ich freue mich sehr darauf", sagte Trump bei dem Treffen in seinem Luxusdomizil Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida. Trump hatte die chinesische Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder heftig kritisiert, vor allem wegen ihrer Handelspolitik.

Donald Trump hat Chinas Staatschef Xi Jinping in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida empfangen.
13 Bilder
Der chinesische Präsident fährt ein.
Empfangen wird er von Trump und Gattin Melania.
Trump begrüsst Chinas First Lady Peng Liyuan.
Das Militär steht bereit.
Später gibt es Essen.
Auch dabei: Trumps Tochter Ivanka, zweite von rechts, und ihr Mann Jared Kushner, Trumps Berater.
Rund um das Treffen kam es derweil zu Anti-China-Demonstrationen.
Demonstranten wurden von der Polizei festgenommen.
Demonstranten wurden von der Polizei festgenommen.
Aber auch Unterstützer Xi Jinpings waren vor Ort.
Hier geraten Pro- und Anti-China-Demonstranten in einen Streit.

Donald Trump hat Chinas Staatschef Xi Jinping in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida empfangen.

Alex Brandon

In Mar-a-Lago begrüsste er Xi nun betont freundlich. Es sei eine "grosse Ehre", den chinesischen Staatschef zu empfangen, sagte Trump und fügte scherzhaft hinzu: "Wir hatten eine lange Diskussion, und bis jetzt habe ich noch nichts bekommen, absolut nichts."

Xi seinerseits sagte, er sei bereit, mit Trump zusammenzuarbeiten, um das Verhältnis "von einem neuen Ausgangspunkt" voranzubringen. "Es gibt tausend Gründe, dass die chinesisch-amerikanischen Beziehungen funktionieren, aber keinen, sie auseinanderzubrechen", ergänzte er nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag.

Weitere Gespräche am Freitag

Am Donnerstagabend stand ein Abendessen auf dem Programm, an dem auch First Lady Melania Trump und Xis Frau Peng Liyuan teilnahmen. Für Freitag waren weitere Beratungen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern der führenden Wirtschaftsmächte geplant.

Dabei dürften Handelsfragen und das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm im Zentrum stehen. Der US-Präsident hatte im Vorfeld die chinesische Führung aufgefordert, ihre Sanktionen gegen Pjöngjang zu verschärfen. Andernfalls drohte er mit einem Alleingang der USA - wobei er offenliess, worin dieser bestehen könnte.

Nach Angaben chinesischer Staatsmedien wird Trump im Laufe des Jahres zu einem Gegenbesuch in Peking erwartet. Trump habe Xis Einladung "mit Freude" angenommen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der US-Präsident hoffe, bald nach Peking reisen zu können.

Sorge wegen US-Luftangriff in Syrien

Überschattet wurde das Treffen in Mar-a-Lago von dem US-Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien. Trump verkündete den Einsatz zur Vergeltung eines Giftgasangriffs in Syrien kurz nach dem Abendessen mit Xi in einer Fernsehansprache an die US-Bürger. Der chinesische Präsident sei persönlich über den bevorstehenden Angriff informiert worden, erklärte das Weisse Haus.

Das Aussenministerium in Peking warnte angesichts des US-Einsatzes vor einer weiteren Eskalation des Konflikts. Eine "erneute Verschlechterung" der Lage müsse dringend verhindert werden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag. Gleichzeitig betonte sie, dass die chinesische Regierung den Einsatz von Chemiewaffen kategorisch ablehne.

Die USA und andere westliche Staaten machen die syrische Armee für den mutmasslichen Giftgasangriff verantwortlich, bei dem am Dienstag mindestens 86 Menschen getötet wurden.