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USA/NORDKOREA: Trump will neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen

US-Präsident Donald Trump will im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm neue Strafmassnahmen gegen das ostasiatische Land verhängen. «Wir werden weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängen», sagte Trump am Donnerstag am Rande der UNO-Generaldebatte in New York.
US Präsident Donald J. Trump spricht vor der UNO. (Bild: EPA/ANDREW GOMBERT)

US Präsident Donald J. Trump spricht vor der UNO. (Bild: EPA/ANDREW GOMBERT)

Trump hatte am Dienstag in seiner ersten Rede vor der UNO-Vollversammlung mit einem massiven Militärangriff gegen Nordkorea gedroht. Die USA würden das Land «völlig zerstören», sollte Pjöngjang nicht einlenken, warnte er.

Der US-Präsident fügte allerdings hinzu, dass ein Militärangriff «hoffentlich nicht notwendig sein wird», und rief die Weltgemeinschaft zur Geschlossenheit gegenüber Nordkorea auf.

Der UNO-Sicherheitsrat hat wegen des nordkoreanischen Atomprogramms seit 2006 bereits neunmal Sanktionen verhängt. Mit dem jüngsten Beschluss als Antwort auf den bislang stärksten Atomtest Nordkoreas soll unter anderem die Brennstoffversorgung des Landes eingeschränkt werden. Zudem sollen alle ausländischen Guthaben des Machthabers Kim Jong Un eingefroren und Geldtransfers nordkoreanischer Bürger in ihr Heimatland unterbunden werden.

Bedrohung für Leben der Kinder

Nordkorea brandmarkte am Donnerstag die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft als Gefahr für das Leben seiner Kinder. «Die andauernde und bösartige Blockade und Sanktionen gegen Nordkorea behindern nicht nur die Bemühungen zum Schutz und zur Förderung der Kinderrechte. Sie sind auch eine ernste Gefahr für das Überleben der Kinder", sagte Nordkoreas Botschafter bei der UNO in Genf, Han Tae Song, am Donnerstag. Unter anderem erschwerten die nach dem jüngsten Atomtest verschärften Strafmassnahmen die Produktion von Nahrungsmitteln. Die Sanktionen müssten aufgehoben werden.

Die nordkoreanische Delegationen wies Vorhaltungen des UN-Ausschusses für Kinderrechte zurück, wonach es in dem abgeschotteten Land Zwangsarbeit für Kinder, sexuellen Missbrauch sowie Kinderhandel gibt. Die Delegation bestritt auch die Existenz eines Kastensystems, bei dem das Mass der Loyalität zur Herrscherfamilie von Kim Jong Un für den Zugang zu medizinischer Versorgung, Nahrung und Bildung entscheidend sei.

sda

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