Boston
Verdächtiger Marathon-Bomber von Boston auf der Flucht gestorben

Nach Schiessereien in der Region Boston und einem massiven Polizeieinsatz starb ein verdächtiger Marathon-Bomber auf der Flucht. Sein Sprengsatz soll explodiert sein. Der zweite Verdächtige ist auf der Flucht in dicht besiedeltem Gebiet

Dino Nodari
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Schiesserei in Watertown und Cambridge nahe von Boston
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Polizisten gehen von Haus zu Haus
Mehrere tausend Polizeikräfte sollen im Einsatz sein
Die Polizei sucht noch nach dem Verdächtigen mit der weissen Mütze.
Die Polizei hat zwei Verdächtige verhaftet.
Grosseinsatz in der Region Boston
Die Polizei hat zwei Verdächtige verhaftet.
Bombenexperten sind vor Ort
Es wird von zahlreichen Schusswechseln berichtet
Die Polizei durchsucht Watertown nach einem Flüchtigen
Auch das FBI (zuständig für nationale Verbrechen) ist vor Ort.
Verschiedene Einsatzkräfte sind in Watertown
Tödliche Schüsse auf einen Polizisten auf dem MIT-Campus in Cambridge

Schiesserei in Watertown und Cambridge nahe von Boston

Keystone

Einer der Marathon-Bomber von Boston ist tot. Dies hat die Polizei bestätigt. Es handelt sich um den Verdächtigen mit der dunklen Mütze. Er ist nach der Festnahme im Spital verstorben.

Offenbar soll der Sprengsatz, den er auf sich trug, explodiert sein. Erst war davon die Rede, dass der Flüchtige von den Polizisten bei einer Schiesserei in Watertown in der Nähe von Boston erschossen wurde.

Der Arzt, der den Verdächtigen im Spital behandelt hat, sagte, er kenne die Identität des Mannes nicht. Er habe zahlreiche Schussverletzungen und auch Verletzungen von einer Explosion aufgewiesen.

Terrorist auf der Flucht

Ein weiterer Verdächtiger ist auf der Flucht. Er sei bewaffnet und gefährlich, die Polizei spricht von einem Terroristen. Es handelt sich um den Verdächtigen mit der weissen Mütze. Vor ihrer Flucht hätten die beiden Männer eine Geisel genommen und diese dann später wieder laufen lassen.

Die Anwohner des sehr dicht besiedelten Gebietes von Watertown werden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Sie sollen die Türen verschliessen und niemandem aufmachen, es sei denn, der Polizist würde sich ausweisen und der Bewohner könne den Polizisten gut sehen. Es wird von einer sehr gefährlichen Situation gesprochen. Zudem warnt die Polizei vor kontrollierten Explosionen. In den Strassen von Watertown wurden Sprengsätze gefunden.

Chaotische Nacht

Seit Mitternacht heulen in Boston die Polizeisirenen. Chaotische Szenen in den Vororten Watertown und Cambridge. Auf dem Campus der renommierten MIT-Universität in Cambridge wurde ein Polizist erschossen. Danach klauten die Verdächtigen ein Fahrzeug und nahmen eine Geisel, die sie später wieder frei liessen. Während der Flucht vor der Polizei warfen sie Sprengsätze aus dem Fahrzeug.

In Watertwon liessen die beiden Verdächtigen das Auto stehen und flüchteten zu Fuss. Dabei kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei. Der Verdächtige mit der dunklen Mütze wurde dabei tödlich verletzt.

Ein weiterer Verdächtiger wurde vorübergehend festgenommen. CNN berichtet, dass sich dieser Mann wieder in Freiheit befinde. Er sei befragt worden, der Verdacht habe jedoch nicht erhärtet werden können.

Lage beim MIT-Campus unter Kontrolle

Die Universitätsleitung forderte die Studierenden auf ihrer Website dringend auf, drinnen zu bleiben. Sie sprach von einer «äusserst gefährlichen Lage». Ein Gebäude auf dem Campus des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde demnach von Polizisten umstellt. Unterdessen sei das Gebäude in Cambridge wieder sicher. Das MIT teilt jedoch mit, dass alle Vorlesungen für heute abgesagt sind.