Antarktis

Verhandlungen über neue Meeresschutzgebiete in Antarktis gescheitert

Ein zweiwöchiges Treffen der Internationalen Kommission zum Schutz lebender Ressourcen in der Antarktis (CCAMLR) im australischen Hobart ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Umweltschützer reagierten mit Verärgerung auf das Scheitern der Verhandlungen.

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Pinguine in der Ross-See (Symbolbild)

Pinguine in der Ross-See (Symbolbild)

Keystone

Bei der Konferenz in Hobart hätte eigentlich die Schaffung eines 1,6 Millionen Quadratkilometer grossen Schutzgebietes in der Ross-See, dem intaktesten Meeres-Ökosystem der Welt, auf den Weg gebracht werden sollen.

Nationen unter Führung der Europäischen Union und Australiens hatten zudem einen Schutzstatus für weitere 1,9 Millionen Quadratkilometer Küstengewässer in der östlichen Antarktis gefordert. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an Bedenken Chinas, Russlands und der Ukraine über Beschränkungen für die Fischerei.

Die Antarctic Ocean Alliance, ein Zusammenschluss dutzender Umweltschutzorganisationen, kritisierte das Scheitern am Freitag. Eine kleine Zahl von Ländern habe den Naturschutz in der Antarktis aktiv blockiert, sagte ihr Sprecher Steve Campbell.

Die Antarktis bietet einen einzigartigen Lebensraum für Pinguine, Seelöwen, Robben und zahlreiche weitere Tierarten. Zahlreiche Prominente hatten sich den Forderungen nach der Einrichtung eins Schutzgebietes in der Region angeschlossen.

Mehr als eine Million Menschen unterzeichneten bisher eine von Hollywood-Star Leonardo DiCaprio gestartete entsprechende Petition, darunter zahlreiche Schauspieler, Unternehmer Richard Branson und die Bands Linkin Park und Maroon 5.