Deutschland

Vermittlung brachte kein Ende der "Stuttgart 21"-Demonstrationen

Zehntausende Menschen haben am Samstag erneut gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" demonstriert. An einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof und an dem anschliessenden Demonstrationszug durch die Innenstadt beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter über 50'000 Menschen.

Drucken
Teilen
Die Massen wollen dem Mammut-Bauprojekt weiterhin kein grünes Licht geben

Die Massen wollen dem Mammut-Bauprojekt weiterhin kein grünes Licht geben

Keystone

Die Polizei sprach von rund 16'000 Teilnehmern. Zu der Veranstaltung unter dem Motto "Stuttgart ist überall - Nein zu Stuttgart 21" hatte das Aktionsbündnis der Kritiker des Bahnprojekts aufgerufen. Aus Berlin und dem Ruhrgebiet gab es Sonderbusse, auch aus anderen Städten wie Frankfurt waren Demonstranten angereist.

Nach der mehr als einstündigen Kundgebung zogen die Demonstranten durch die Innenstadt. Die Route führte entlang am weiträumig abgesperrten und von zahlreichen Polizisten bewachten Landtag und an der Zentrale des CDU-Kreisverbandes. Es gab nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle.

Die Bahn will bis 2020 den Stuttgarter Kopfbahnhof für mindestens 4,1 Milliarden Euro in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umbauen. Am Ende von neun Schlichtungsrunden mit Gegnern und Befürwortern des Projekts hatte Schlichter Heiner Geissler Ende November vorgeschlagen, aus "Stuttgart 21" durch eine Reihe von Nachbesserungen "Stuttgart 21 plus" zu machen.