Österreich
Vermummungsverbot trifft Maskottchen – Wiener Polizei zeigt Hai an

Seit dem 1. Oktober dürfen bei unseren östlichen Nachbarn keine Gesichter mehr verhüllt werden. Das betrifft alle Trägerinnen von Burkas oder Nikabs sowie Menschen, die ohne medizinische Notwendigkeit Atemschutzmasken tragen. Und schon zeigt sich: Das Gesetz hat Nebenwirkungen.

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Die Beamten verlangten, dass der junge Mann die Maske abnehmen solle, sonst würde er festgenommen werden.

Die Beamten verlangten, dass der junge Mann die Maske abnehmen solle, sonst würde er festgenommen werden.

WARDA NETWORK/facebook.com

In Österreich dürfen seit dem 1. Oktober keine Gesichter mehr verhüllt werden. Das betrifft alle Trägerinnen von Burkas oder Nikabs sowie Menschen, die ohne medizinische Notwendigkeit Atemschutzmasken tragen. Das umstrittene Gesetz soll muslimische Frauen besser vor Unterdrückung schützen. Bei einem Verstoss gegen das Verhüllungsverbot drohen 150 Euro Strafe.

Das Gesetz hat Nebenwirkungen. Wie Heute.at berichtet, traf das neue Gesetz jetzt auch ein Hai-Maskottchen. Bei der Eröffnung eines McShark-Geschäfts in der Wiener Innenstadt, wurde ein als Hai verkleideter Mann von der Polizei angehalten.

Die Beamten verlangten daraufhin, dass der junge Mann die Maske abnehmen solle, sonst würde er festgenommen werden.

Laut «Heute» zögerte der zur Animation der Kunden angestellte Junge zunächst und meinte: «Ich mache hier nur meinen Job». Schlussendlich nahm er jedoch die Maske ab und wurde dennoch angezeigt.

Im Gesetz wurden Ausnahmen formuliert, um Verkleidungen dieser Art trotzdem zu tolerieren. In diesem Fall reichte es jedoch offensichtlich nicht aus. Dieser Hai gefiel den Beamten nicht. (nfr)

Auch die Schweiz wird bald über ein Verhüllungsverbot abstimmen. Die samstägliche SRF-«Arena» zum brisanten Thema blieb erstaunlich zivilisiert – und schweifte thematisch oft von der Burkaverbots-Initiative ab.