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Kommentar

Von der Leyen: Konservativer, weiblicher Kurs

Der Kommentar unseres Korrespondenten aus Strassburg zur Wahl der EU-Kommissionspräsidentin.
Remo Hess
Remo Hess

Remo Hess

Postengeschacher, Hinterzimmerdeal: Viel wurde in den letzten Wochen darüber gelästert, wie die EU-Chefs Ursula von der Leyen aus dem Hut gezaubert hatten. Und es stimmt: Es würde der EU kaum schaden, wenn sie bei der Auswahl ihres Führungspersonal etwas mehr Transparenz walten liesse.

Aber: Die EU ist weder Fisch noch Vogel, weder Staatenbund noch Bundesstaat. Das EU-Parlament hat es nicht geschafft, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Deshalb setzten die Staats- und Regierungschefs ihm die Deutsche Ursula von der Leyen vor die Nase. Das ist schade.

Nun also von der Leyen. Als deutsche Verteidigungsministerin hat sie keine gute Figur gemacht. Warum wird also sie, eine zuletzt höchstens mittelmässige Ministerin, ins wichtigste Amt in der Europäischen Union gehoben?

Für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten zählen mehr als Beliebtheitsrankings. Auch Jean-Claude Juncker galt als abgehalfterter Politiker, als er 2014 gewählt wurde. Es ist ein ganzer Mix an Faktoren, der stimmen muss. So oberflächlich es klingt: Die Zeit für eine Frau an der Kommissionsspitze ist gekommen. Von der Leyen ist zudem eine leidenschaftliche Europäerin. Eine deutsche Konservative mit sozialer Ader, die es mit Frankreich kann und in Osteuropa respektiert ist. Es ist der Kurs, den die Staats- und Regierungschefs setzen wollten. Das Parlament hat ihn bestätigt.

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