Waffengesetz
Waffengegner Obama greift selbst gern zur Flinte

Während sich demokratische Meinungsmacher im amerikanischen Parlament über strengere Waffengesetze den Kopf zerbrechen, zerbirst auf dem Landsitz von Barak Obama derweil anderes: Mr. President schiesst gerne auf Tontauben.

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Präsident Obama schiesst in seiner Freizeit gerne Tontauben.

Präsident Obama schiesst in seiner Freizeit gerne Tontauben.

AFP/Weißes Haus

Der bildliche Nachweis, dass Obama ab und zu zur Flinte greift, wurde am 4. August 2012 in Camp David, dem Landsitz des Präsidenten im US-Bundesstaat Maryland, aufgenommen, aber erst am Samstag vom Weissen Haus verbreitet. Via soziale Netzwerke ging das Foto um den Erdball, nachdem der Präsident in einem Interview mit dem Polit-Magazin «The New Republic» überraschend ausgesagt hatte, dem Tontaubenschiessen regelmässig nachzugehen.

Offenbar will das Weisse Haus damit den von konservativen US-Medien verbreiteten Eindruck zerstreuen, der Präsident sei grundsätzlich gegen Waffen.

Seit dem Amoklauf an der Grundschule in Newton, bei dem ein junger Mann Mitte Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene erschoss, haben demokratische Abgeordnete einen Gesetzesentwurf zur Verschärfung des geltenden Waffenrechts ausgearbeitet. Er sieht vor, die Herstellung, die Einfuhr und den Verkauf von mehr als 150 verschiedenen, meist halbautomatischen Waffen zu verbieten. Zusätzlich ist ein Verbot von Magazinen mit mehr als zehn Patronen geplant.

Die US-Waffenlobby NRA kämpft entschlossen gegen die Gesetzesverschärfung.