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WASHINGTON: FBI nimmt früheren NSA-Mitarbeiter wegen Daten-Diebstahls fest

Die US-Bundespolizei FBI hat einen früheren US-Geheimdienstmitarbeiter wegen des Diebstahls strenggeheimer Verschlüsselungscodes festgenommen.
Das Gebäude der National Security Administration (NSA) in Fort Meade in den USA. (Bild: AP Photo/Patrick Semansky, File)

Das Gebäude der National Security Administration (NSA) in Fort Meade in den USA. (Bild: AP Photo/Patrick Semansky, File)

Wie das Justizministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, reichte es Klage gegen den 51-jährigen Mann aus dem Bundesstaat Maryland ein.

Er hatte demnach geheimes Material einer Bundesbehörde gestohlen und wurde bereits am 27. August nach einer Durchsuchung seiner Wohnung festgenommen.

Laut einem Bericht der «New York Times» erfolgte die Festnahme im Zuge von Ermittlungen zum Diebstahl von Quellcodes, die der US-Geheimdienst NSA für das Eindringen in feindliche Computersysteme benutzt habe - etwa in Russland, China, Nordkorea und im Iran. Solche Hacker-Angriffe ermöglichen es der NSA, Computersysteme zu überwachen oder aktiv anzugreifen.

Der Festgenommene hatte dem Zeitungsbericht zufolge als Mitarbeiter des Unternehmens Booz Allen Hamilton für die NSA gearbeitet, wurde allerdings mittlerweile entlassen.

Booz Allen Hamilton hilft der NSA laut «New York Times» als privater Dienstleister bei vielen ihrer sensibelsten Cyber-Operationen. Für die Firma hatte auch Edward Snowden vor seinen Enthüllungen über die weltweiten Überwachungsprogramme der NSA gearbeitet.

Laut Klage des Justizministeriums waren im Haus und Auto des Festgenommenen Kopien und Dateien strenggeheimer Dokumente auf verschiedenen Speichermedien gefunden worden. Ihm drohen laut Justizministerium zwischen einem Jahr und zehn Jahren Gefängnis.

Booz Allen erklärte, den US-Behörden sei in der Angelegenheit eine «vollständige Zusammenarbeit» zugesichert worden. «Und wir haben den Mitarbeiter gefeuert», hiess es weiter. Die NSA gab auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst keine Stellungnahme zu dem Fall ab.

Die «New York Times» berichtete, die Ermittler seien noch dabei, das Motiv des Mannes zu prüfen. Es sehe aber nicht nach einem Spionagefall aus, hiess es in dem Bericht.

sda

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