WASHINGTON: Obama spricht FBI-Chef sein Vertrauen aus

Nach der scharfen Kritik aus dem Lager der Demokraten in den USA an FBI-Chef James Comey versucht US-Präsident Barack Obama offenbar, die Wogen zu glätten.

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Präsident Barack Obama, gefolgt von FBI Direktor James Comey. (Bild: AP Photo/Susan Walsh, File)

Präsident Barack Obama, gefolgt von FBI Direktor James Comey. (Bild: AP Photo/Susan Walsh, File)

Der Präsident halte Comey für einen integren Mann und glaube nicht, dass er insgeheim die Präsidentenwahl beeinflussen wolle, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes am Montag. Obama habe eine hohe Meinung von Comey und vertraue ihm.
 
Der Republikaner Comey hatte in einem Schreiben an führende Kongressmitglieder am Freitag erklärt, es seien neue Mails aufgetaucht, die in einem Zusammenhang mit früheren Ermittlungen in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons stehen könnten.
 
Obama werde die Entscheidung des FBI-Chefs, den Kongress über die neuen Erkenntnisse zu informieren, weder verteidigen noch kritisieren, sagte sein Sprecher. Das Präsidialamt gebe Comey auch keine Empfehlungen, welche Informationen er an die Öffentlichkeit geben sollte. Gegen Clinton war ermittelt worden, weil sie ihren Mailverkehr als Aussenministerin über ihren privaten Mailserver abgewickelt hatte.
 
Demokraten kritisierten das Vorgehen des FBI scharf, das seit Wochen über die Mails informiert gewesen sein soll. «Er (Comey) hätte sie sich zunächst einmal überhaupt anschauen können, bevor er damit mitten in einer Präsidentschaftswahl so kurz vor dem Abstimmungstermin herauskommt», sagte Clintons Wahlkampfleiter John Podesta im Sender CNN. Dessen Ankündigung habe aus vielen Anspielungen und wenigen Fakten bestanden.
 
Der ranghöchste Demokrat im Senat, Harry Reid, warf Comey in einem Brief vor, möglicherweise ein Gesetz verletzt zu haben, der eine Wahlbeeinflussung durch Regierungsangestellte unter Strafe stellt.

sda