WASHINGTON: Trump will geheime Kennedy-Akten freigeben

Die Meldung hat es in sich: US-Präsident Donald Trump will die Geheimakten zum Tod von John F. Kennedy freigeben. Dies hat er am Samstag via Twitter verkündet.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Foto von John F. Kennedy (links) mit FBI Direktor J. Edgar Hoover (mitte) und Generalstaatsanwalt Robert F. Kennedy. (Bild: EPA/ABBIE ROWE / JFK PRESIDENTIAL LI HANDOUT)

Ein Foto von John F. Kennedy (links) mit FBI Direktor J. Edgar Hoover (mitte) und Generalstaatsanwalt Robert F. Kennedy. (Bild: EPA/ABBIE ROWE / JFK PRESIDENTIAL LI HANDOUT)

Bei den Geheimakten geht es um insgesamt 3000 Regierungsdokumente zum Attentat auf den damaligen amerikanischen Präsidenten am 22. November 1963 in Dallas. Ausserdem sollen auch mehr als 30 000 Zeugnisse öffentlich werden, die bislang nur mit Schwärzungen herausgegeben wurden. Donald Trump schrieb auf Twitter: «Vorbehaltlich des Erhalts weiterer Informationen werde ich als US-Präsident die lange Zeit verschlossenen und klassifizierten JFK-Akten freigeben.»

Ganz überraschend kommt die Ankündigung von Trump nicht. Bereits 1992 hatte der US-Kongress angeordnet, dass in den kommenden 25 Jahren alle Dokumente veröffentlicht werden müssen – es sei denn, dass der Präsident der Meinung ist, diese hätten negative Folgen für Geheimdienste, Strafverfolgung, Militäroperationen oder die aussenpolitischen Beziehungen.

Lange war allerdings unklar, welche Haltung das Weisse Haus in dieser Angelegenheit einnimmt. Sowohl das Nationalarchiv als auch der Auslandsgeheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI zogen es vor, sich nicht zu dem Thema zu äussern.

John F. Kennedy verkörperte mit seinem Charisma für unzählige die Hoffnung auf eine Erneuerung der USA. Am 22. November 1963 wurde Kennedy in Dallas ermordet. Kennedy befand sich auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung, als er in seinem offenen Wagen durch mehrere Gewehrschüsse erschossen wurde. Die Hintergründe der Tat wurden nie vollständig geklärt. Lee Harvey Oswald, der mutmassliche Attentäter, wurde ebenfalls Opfer eines Anschlages, als er wenige Tage nach der Tat ins Staatsgefängnis von Dallas überführt werden sollte.

Experten gehen davon aus, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass die Dokumente grosse Enthüllungen über die Ermordung Kennedys enthalten. (red)