WASHINGTON: USA wollen Panzerbrigade nach Osteuropa verlegen

Die USA wollen eine komplette Panzerbrigade an die Ostflanke der NATO verlegen. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Washington hiess es am Mittwoch, man reagiere damit auf die Sorgen europäischer Alliierter angesichts einer russischen Aggression. Damit konkretisiert die US-Regierung die bisher bekannten Pläne.

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US Gen. Philip M. Breedlove bei einer Awardverleihung in Litauen. (Bild: AP Photo/Mindaugas Kulbis)

US Gen. Philip M. Breedlove bei einer Awardverleihung in Litauen. (Bild: AP Photo/Mindaugas Kulbis)

Das europäische Kommando Eucom erklärte, die Verlegung der Kampfbrigade solle im Februar 2017 beginnen. US-Präsident Barack Obama hatte im Januar höhere Verteidigungsausgaben für Europa angekündigt. Europäische Verbündete der USA fordern seit längerem eine stärkere Truppenpräsenz der Vereinigten Staaten.
 
Die Brigade soll rotierend zu Übungszwecken in verschiedenen Ländern eingesetzt werden. Das Pentagon machte über die exakten Orte keine Angaben. Infrage kommen als direkte Nachbarn Russlands die baltischen Staaten und Polen, ausserdem Rumänien und Bulgarien.
 
Nach dem für Ende 2017 geplanten Ende der Aufstockung hätten die USA dann drei Brigaden in Europa. Die geplante Verstärkung umfasst demnach 4200 Soldaten, 250 Panzer, ausserdem Haubitzen, Kampffahrzeuge und weitere 1700 zusätzliche Fahrzeuge.

Modernste Geräte

Alle neun Monate sollen in der Grösse einer Brigade Truppen ausgetauscht und neues Material nach Europa gebracht werden. «Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat», hiess es. Statisches Gerät wird in einer Versorgungsbrigade in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gelagert.
 
Das Pentagon erklärte, man werde in Europa modernere Truppen der USA und «grössere Fähigkeiten» sehen. «Damit setzen wir die Strategie fort, unsere NATO-Alliierten und Verbündete unseres starken und angemessenen Vorgehens angesichts eines aggressiven Russland in Osteuropa und anderswo zu versichern», erklärte Eucom-Oberbefehlshaber General Philip Breedlove in der Mitteilung.

sda