Weitere Explosion in Vorort von Sri Lankas Hauptstadt

Die Serie tödlicher Explosionen in Sri Lanka reisst nicht ab: In Orugodawatta, einem Vorort im Norden der Hauptstadt Colombo, ereignete sich am Ostersonntag eine achte Explosion.

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(sda) Zum genauen Ort des Vorfalls und den möglichen Opfern lagen zunächst keine Angaben vor. Zuvor waren bereits drei Kirchen und vier Hotels zum Ziel einer Anschlagsserie geworden. Dabei wurden nach Spitalangaben über 180 Menschen getötet, die Polizei sprach von rund 160 Toten.

Als Reaktion verhängte das Verteidigungsministerium eine zwölfstündige Ausgangssperre in dem Land. Sie solle um 18.00 Uhr (Ortszeit; 14.30 Uhr MESZ) in Kraft treten.

Die mutmasslichen Bombenexplosionen richteten grosse Verwüstung an. Nach einem Besuch an drei Anschlagsorten erklärte Wirtschaftsminister Harsha de Silva: «Ich habe überall Leichenteile verstreut gesehen.» Es habe «viele Opfer einschliesslich Ausländern» gegeben. Er rief die Bürger auf, zuhause zu bleiben.

Auch die Botschaften westlicher Staaten riefen ihre Bürger in Sri Lanka auf, Schutz zu suchen. Die Fluglinie Sri Lanka Airlines bat die Passagiere, bei Abflügen aus Colombo mindestens vier Stunden vor dem Start einzutreffen, da die Sicherheitsvorkehrungen stark verschärft seien.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP besuchte das Luxushotel Shangri-La, wo es ebenfalls eine Explosion gegeben hatte. Das Restaurant im zweiten Stock des Komplexes war weitgehend zerstört, Teile der Decke waren herabgestürzt, die Fenster waren geborsten.