Nachtclub-Massaker

«Wir werden nicht der Furcht oder dem Hass verfallen»

Das Massaker von Orlando war nach Angaben von US-Präsident Barack Obama ein "Akt des Terrorismus und ein Akt des Hasses". Die Bundespolizei FBI ermittle in alle Richtungen, es gebe noch zu wenige Anhaltspunkte, um Genaueres zu sagen.

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US-Präsident Barack Obama nimmt Stellung zur Schiesserei in Florida.

US-Präsident Barack Obama nimmt Stellung zur Schiesserei in Florida.

Keystone

Obama sagte am Sonntag im Weissen Haus, es sei das schlimmste Verbrechen eines einzelnen Schützen in der Geschichte der USA gewesen. Es mache einmal mehr klar, wie leicht man in den USA an verheerende Waffen komme.

Der sichtbar erschütterte Präsident sprach den Opfern und Hinterbliebenen sein tief empfundenes Beileid aus. Er forderte seine Landsleute auf, nicht der Angst nachzugeben. «Wir werden das zusammen durchstehen, wir werden nicht der Furcht oder dem Hass verfallen». Zudem ordnete Obama an, die Flaggen auf dem Weissen Haus und auf allen öffentlichen Gebäuden auf halbmast zu setzen.

Es war das etwa 20. Statement Obamas zu einem der so genannten "shootings" in seiner Amtszeit. Fragen waren nach dem Statement nicht zugelassen.

Medien: Täter bekannte sich zum IS

Bei der Geiselnahme und Schiesserei in dem Nachtclub in Florida wurden nach Behördenangaben in der Nacht zum Sonntag mindestens 50 Menschen getötet und 53 weitere verletzt. Der schwer bewaffnete Schütze schoss am frühen Sonntagmorgen in dem Schwulenclub "Pulse" um sich und nahm Geiseln.

Ein Spezialkommando der Polizei beendete die Geiselnahme schliesslich, dabei wurde der Angreifer getötet. US-Medien berichteten unter Berufung auf Vertreter der Ermittlungsbehörden, der mutmassliche Täter habe sich kurz vor der Tat in einem Telefonanruf zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Das Blutbad löste auch im Ausland Abscheu und Trauer aus. Papst Franziskus äusserte "Entsetzen und Schmerz über diese Manifestation sinnlosen Hasses", wie aus einer Mitteilung des Vatikan hervorgeht. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach von einem "barbarischen Verbrechen". (sda/nch)

Angriff auf Gay-Lokal
19 Bilder
Attentäter Omar Mateen wurde laut Augenzeugen wiederholt in dem Club in Orlando gesichtet, in dem er später dutzende Menschen tötete. (Archivbild)
Stand unter Beobachtung des FBI: Der mutmassliche Attentäter von Orlando, Omar Mateen. (Archivbild)
Der mutmassliche Täter: Der 29-jährige Omar Mateen. Twitter
Omar Mateen. key

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