Deutschland

Wissler will deutsche Linken-Vorsitzende werden

Die Chefin der Linksfraktion im hessischen Landtag, Janine Wissler, will sich in Deutschland für das Amt der Bundesvorsitzenden ihrer Partei bewerben. Das kündigte die 39-Jährige am Freitag in Wiesbaden an. Sie ist bereits Vize-Bundesvorsitzende der Linken.

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ARCHIV - Janine Wissler (Die Linke), Fraktionsvorsitzende der Linken im Hessischen Landtag spricht beim politischen Aschermittwoch der Linken. Foto: Lino Mirgeler/dpa

ARCHIV - Janine Wissler (Die Linke), Fraktionsvorsitzende der Linken im Hessischen Landtag spricht beim politischen Aschermittwoch der Linken. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Keystone/dpa/Lino Mirgeler

"Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich auf dem kommenden Parteitag als Parteivorsitzende kandidieren soll und bin für mich zum Schluss gekommen, dass ich das tun möchte", schrieb sie bei Twitter.

Die bisherige Doppelspitze der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, hatte angekündigt, beim Parteitag in Erfurt Ende Oktober nicht erneut kandidieren werden. Der Rückzug des Spitzenduos kam nicht überraschend. Laut Satzung soll kein Parteiamt länger als acht Jahre ausgeübt werden.

In der Nachfolgedebatte wurde vor allem eine Doppelspitze mit zwei Frauen diskutiert: Neben Wissler gilt die Fraktionsvorsitzende aus Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, als Anwärterin. Nach dpa-Informationen wird sie ihre Kandidatur erklären. Beide sind wie Kipping weder dem Flügel der linken Fundamentalisten noch den gemässigten Reformern zuzurechnen.

Die Partei Die Linke war 2007 aus dem Zusammenschluss der ostdeutschen Reformkommunisten (PDS) mit der westdeutschen Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) entstanden. Im Bundesland Thüringen stellt sie den Ministerpräsidenten. Sie ist ausserdem an den Landesregierungen von Brandenburg, Bremen und Berlin beteiligt.