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Zensur: Kuwait lässt Al-Dschasira-Büro schliessen

Wegen seiner Berichterstattung über einen gewaltsamen Polizeieinsatz gegen Abgeordnete der Opposition hat die Regierung in Kuwait das Büro des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira schliessen lassen. Dem Sender wurde am Montag zudem die Akkreditierung entzogen.

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Das Al-Dschasira-Büro wurde dichtgemacht

Das Al-Dschasira-Büro wurde dichtgemacht

Keystone

Damit dürfen seine Reporter nicht länger in Kuwait arbeiten. Al-Dschasira habe trotz gegenteiliger Anweisungen über die jüngsten politischen Entwicklungen in Kuwait berichtet, begründete das Informationsministerium die massive Zensur.

Der in Katar ansässige Sender erklärte, ihm sei Einmischung in interne Angelegenheiten vorgeworfen worden, er werde aber weiter über Kuwait berichten. Al-Dschasira hatte vergangene Woche Bilder ausgestrahlt, auf denen zu sehen ist, wie oppositionelle Abgeordnete und ihre Anhänger während eines Treffens von Polizisten verprügelt werden.

Das Informationsministerium drohte laut Al-Dschasira darauf mit einer Schliessung des Büros, sollte der Sender wie geplant ein Interview mit einem Abgeordneten der Opposition zum Vorfall führen.

Wegen seiner "Verpflichtung gegenüber den Zuschauern und professionellen Prinzipien" habe man am Interview festgehalten, hiess es am Montag. Der Regierung sei vergeblich angeboten worden, ihre Sicht der Dinge darzustellen.

Al-Dschasira wurde die Arbeit in Kuwait bereits 2002 nach der Berichterstattung über US-Truppen im Land für zweieinhalb Jahre verboten. 1999 durfte der Sender einen Monat lang nicht berichten, nachdem ein irakischer Anrufer den kuwaitischen Emir beleidigt hatte.