Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Beate Zschäpe im NSU-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Oberlandesgericht in München hat das Urteil für fünf Angeklagte im Prozess gegen den rechtsextremen Untergrund (NSU) verlesen. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe ist wegen zehnfachen Mordes und weiterer Verbrechen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Beate Zschäpe während des Prozesses. (Bild: EPA/Joerg Koch, München, 3. Juli 2017)

Beate Zschäpe während des Prozesses. (Bild: EPA/Joerg Koch, München, 3. Juli 2017)

Dies vermelden Gerichtsreporter aus dem Saal des Obelrandgerichtes in München. Die 43-Jährige wird zu lebenslanger Haft verurteilt, was der Höchststrafe entspricht. Das Gericht stellt zudem die besonders schwere Schuld von Zschäpe fest. Eine Sicherheitsverwahrung verhängen sie jedoch nicht.

Der Mitangeklagte Holger G. wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht München sprach G. der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung schuldig. G. hatte zugegeben, dem NSU-Trio einmal eine Waffe übergeben und den Untergetauchten mit falschen Papieren geholfen zu haben. Die Bundesanwaltschaft hatte fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidiger hatten für eine Strafe von "unter zwei Jahren" plädiert.

Update folgt...

Zuschauer-Andrang Stunden vor der Urteilsverkündung

Bereits mehrere Stunden vor der Urteilsverkündung im NSU-Prozess gegen mutmassliche deutsche Rechtsterroristen hatte sich vor dem Oberlandesgericht München eine lange Zuschauer-Schlange gebildet. Gegen sieben Uhr am Mittwochmorgen warteten bereits rund 150 Menschen auf dem Vorplatz des Gerichts, einige waren bereits seit dem späten Dienstagabend dort. In den Saal dürfen nur 50 Zuschauer hinein. Die Lage war ruhig.

Die deutschlandweite Kampagne «Kein Schlussstrich» hat Proteste gegen das Ende des mehr als fünf Jahre dauernden Gerichtsverfahrens angekündigt. Kritisiert werden Defizite bei der Aufklärung der NSU-Verbrechen. Um 9.30 Uhr sollen die Urteile gegen Beate Zschäpe und die vier mitangeklagten mutmasslichen Terrorhelfer gesprochen werden. Sie werden beschuldigt, zehn Menschen aus rassistischen Motiven umgebracht zu haben.

sda/spe

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.