33 FRAGEN: Dominic Deville: «Sinn, Geld oder Liebe»

Der Luzerner Entertainer Dominic Deville (41) spricht über seine Erinnerungslücken, die Leichen in seinem Keller und das Schicksal seines Weihnachtsbaums.

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Dominic Deville (41), Bühnenkünstler und Late-Night-Talker beim Schweizer Fernsehen SRF. (Bild: Nadia Schärli)

Dominic Deville (41), Bühnenkünstler und Late-Night-Talker beim Schweizer Fernsehen SRF. (Bild: Nadia Schärli)

Wie haben Sie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verbracht?

Ich kann mich nicht erinnern.

Was tun Sie ausschliesslich in dieser und keiner anderen Zeit?

Dinge tun, an die ich mich anschliessend nicht erinnern will.

Goethe sagte: «Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.» Wie halten Sie es?

Ich bin ein Freund von guten Tagen.

Was nehmen Sie sich in dieser Zeit vor – und tun es am Ende doch nicht?

Kein Feuerwerk kaufen!

Was tun Sie immer wieder – obwohl Sie sich eigentlich geschworen haben, es nicht mehr zu tun?

Alle Menschen besuchen, die mir etwas bedeuten.

Welches Buch liegt seit Jahren ungelesen als Lektüre für die Zeit zwischen den Jahren herum?

Da müsste ich erst den Titel entstauben.

Was wiegt schwerer: der Gedanke an das, was war, oder an das, was sein wird?

Immer an das, was sein wird.

Werden Sie philosophisch zwischen den Jahren?

Unbedingt!

Möchten Sie zwischendurch ein besserer Mensch werden?

Ja, aber auch davor und danach.

Oder einer, der anders ist als der, der Sie sind?

Das auf keinen Fall.

Haben Sie manchmal Sehnsucht nach dem Alltag?

Ja, sehr.

Wie war die Zeit zwischen den Jahren in Ihrer Kindheit?

Voller Spiel und Spass.

Mögen Sie nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag noch Weihnachtsgebäck?

Habe gerade vorgestern neues gebacken.

Wie lang steht der Weihnachtsbaum?

Bis er abbrennt.

Steht Ihnen der Sinn nach Gesellschaft oder nach Alleinsein?

Nach Gesellschaft.

Wie gut können Sie für sich sein?

Immer besser.

Haben Sie sich schon einmal vorgenommen, mit einem Tagebuch zu beginnen?

Schon mehrere Male. Zwei Tage, plus/minus.

Im Film «Zwischen den Jahren» spielt Peter Kurth einen aus dem Gefängnis entlassenen Mann, der von den Taten seiner Vergangenheit eingeholt wird. Haben Sie Albträume?

Nein, Vergangenes interessiert mich nicht.

Treiben Sie exzessiv Sport?

Exzessiv einmal wöchentlich.

Haben Sie Sehnsucht nach bedingungslosem Müssiggang?

Ja, das käme mir sehr gelegen.

Denken Sie darüber nach, Ihre Wohnung zu renovieren?

Sobald ich auf diesen Gedanken komme, ziehe ich aus.

Wollten Sie nicht noch den Keller entrümpeln?

Zu viele Leichen!

Haben Sie sich die TV-Übertragung des Neujahrskonzerts angetan?

Die habe ich leider verschlafen.

Und was ist mit dem Neujahrsskispringen?

Das habe ich übersprungen.

Gabs an Silvester Fondue chinoise, das Sie nur der Saucen wegen lieben?

Als Vegetarier nehme ich ohnehin nur die Saucen.

Wie schwer wiegt die Erleichterung, sich von Weihnachten über Silvester ins neue Jahr gerettet zu haben?

Ich bin traurig, dass es vorbei ist.

Was darf zwischen Weihnachten und Silvester 2017 nicht wieder passieren?

Daran kann ich mich glücklicherweise nicht erinnern (siehe erste Frage).

Weshalb fassen Sie wieder Vorsätze, die Sie nicht einhalten werden?

Weil Vorsätze besser sind als Nachsehen.

Über welche Antwort wird Ihre Partnerin überrascht sein?

Es ist schwierig für mich, sie noch zu überraschen.

Haben Sie gelogen?

Wann?

Würden Sie es wiedertun?

Wenn es Sinn, Geld oder Liebe ergibt.

Wird die Welt besser oder schlechter?

Sie wird durchscheinender.

Was macht Sie glücklich?

Ein neues Jahr beginnen.

Fragenkatalog: Balz Bruder