Aha! – So stillt man seinen Wissensdurst: Das Luzerner «Festival für Wissen» ist mit einem kleinen Ersatzprogramm online

Bücher, Podcasts, Dokumentationen: Tipps von Referentinnen und Referenten, die in den letzten beiden Jahren am Aha-Festival aufgetreten sind oder heuer aufgetreten wären.

Regina Grüter
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Kai Strittmatter, Autor und Journalist, im Gespräch mit Ana Matijasevic und Christoph Fellmann bei der ersten Ausgabe des Aha-Festivals 2019.

Kai Strittmatter, Autor und Journalist, im Gespräch mit Ana Matijasevic und Christoph Fellmann bei der ersten Ausgabe des Aha-Festivals 2019.

Franca Pedrazzetti

Wie stehen wir diesen langen Winter durch? Antworten auf diese Frage liefern rund 40 Expertinnen und Forscher wie Eva Illouz, Branko Milanovic, Valentin Groebner, Nicola Fox-Hamilton, James Shapiro, Catrin Misselhorn oder Kai Strittmatter in kurzen, persönlichen Videobotschaften.

Dass es dabei hin und wieder zu einem Aha-Erlebnis kommt, hat damit zu tun, dass die Wissenschafterinnen und Wissenschafter in den letzten beiden Jahren einen Auftritt am «aha – Ein Festival für Wissen» gehabt haben – oder Ende Januar gehabt hätten: Die Veranstaltung wurde Anfang Dezember abgesagt.

Bücher, Podcasts, Dokus – empfohlen von Experten

Die Eingangsfrage ist ein schöner Link zur gegenwärtigen Pandemiesituation, aber eigentlich Nebensache. Im Vordergrund stehen Wissenstipps der Soziologin, des Ökonomen, Historikers, der Cyberpsychologin, des Literaturwissenschafters, der Philosophin oder des China-Experten, mit denen die Social-Media-Kanäle des Festivals seit Montag gefüttert werden: Sie empfehlen Bücher, Podcasts oder Dokumentationen. «So entsteht über die veranstaltungsfreie Zeit im Pandemiewinter eine weitreichende Sammlung an Seh-, Hör- und Lesetipps», so die Verantwortlichen Ana Matijasevic und Christoph Fellmann.

Als Erste zu Gange war Katrin Fritsch. Ihre Themen reichen von Daten, Algorithmen, feministischer Zukunft, künstlicher Intelligenz und Ethik bis hin zu nachhaltigen Technologien. Die Daten- und Gesellschaftsforscherin präsentiert das Buch «Data Feminism», das «auf einzigartige Weise über die derzeitige Debatte zu Daten, Feminismus und der sozialen Dimension von Technologie» aufkläre. Weiter empfiehlt sie den Podcast «Outrage and Optimism!» über die vielen Dimensionen der Klimakrise mit Persönlichkeiten wie Joanna Macy sowie der Dokumentarfilm «All Watched Over by Machines of Loving Grace» von Adam Curtis. Diese veranschauliche, «wie bizarr die Visionen und träume sind, die Menschen in Maschinen projizieren».

Website: aha-festival.ch; Instagram: @ahafestival; Facebook: @ahawissen.