ALLWEG: Kugelhagel im Wetterglück

910 Schützen kämpften zum 67. Mal um die Spezialpreise am historischen Überfallschiessen. Dieses erinnert an den Franzosenüberfall.

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Die Tagessieger Alois Barmettler und Pirmin Käslin (von links) sicherten sich die Bundesgaben. (Bild: Nicole Gander)

Die Tagessieger Alois Barmettler und Pirmin Käslin (von links) sicherten sich die Bundesgaben. (Bild: Nicole Gander)

Nicole Gander

Dieses Jahr war auch Petrus den Schützen wohlgesinnt. In den vergangenen zwei Jahren war es nass und deutlich kühler. Das trockene Wetter lud die Schützen am Sonntag zum Verweilen ein und machte das geschichtsträchtige Überfallschiessen zu einem erfolgreichen Anlass. Es wurden, auf der traditionellen Schiessdistanz von 80 Meter Gewehr und 25 Meter Pistolen, wieder starke Leistungen gezeigt. Die Pistolenschützen konnten eine erfreuliche Teilnehmerzunahme verzeichnen. Leider verzeichneten die Gewehrschützen dagegen einen kleinen Rückgang.

Die Sieger

Die Tagessiege und die Bundesgaben konnten sich Alois Barmettler, SG Ennetmoos (Gewehr), 30 Punkte (10 Mouchen), Pirmin Käslin, PS Stans (Pistole), 30 Punkte (6 Mouchen) sichern. Die Ehrengaben Stammsektion erhielten Michael Burch, SG Ennetmoos (Gewehr), und Godi Blättler, PS Hergiswil (Pistole). Bei den Gastsektionen waren Hans Burch, SG Kägiswil (Gewehr), und Josef Letter, PS UOV Schwyz (Pistole) erfolgreich. Den Sektionswanderpreis Gewehr Stammsektion holte sich zum ersten Mal die SG Beckenried, bei den Gastsektionen gewann die SG Kerns-Alpnach. Bei den Pistolen Stammsektion war die PS Stans erfolgreich, und bei der Gastsektion durften die PS UOV Schwyz den Wanderpreis mit nach Hause nehmen.

Nidwaldner sind ein Vorbild

Regierungsrat Res Schmid hielt in seiner Rede an den Werten der Schweiz fest. «Der heutige Tag würdigt die verzweifelte Tapferkeit der Nidwaldner und der Opfer im Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit der Nidwaldner ist bewundernswert und darf ruhig auch heute noch als Vorbild für unser Land, unsere Eidgenossenschaft, stehen.» Das schweizerische Schiesswesen mit all seinen Schützenvereinen und Schiessverbänden, mit Tausenden Aktiven, sei tief in unserer Gesellschaft verankert. Das Schiess­wesen stehe auch für die Einzigartigkeit unserer Nation und unseres Heimatlandes mit seinen besonderen Strukturen. «Dabei ist festzuhalten, dass nur respektiert wird, wer sich zu schützen und zu verteidigen weiss. Dazu brauchen wir eine glaubwürdige Milizarmee – gut ausgebildet, ausgerüstet und einsatzbereit», meinte Res Schmid in seiner Rede. Er freue sich noch auf manches verbindende Überfallschiessen hier am historischen Allweg.

Hinweis

Internet: www.nw-ksg.ch/UeSV-NW Nächstes Überfallschiessen am 21. August 2016 im Drachenried in Ennetmoos.

Regierungsrat Res Schmid bei seiner Rede vor den Schützen. (Bild: Nicole Gander)

Regierungsrat Res Schmid bei seiner Rede vor den Schützen. (Bild: Nicole Gander)