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ALTDORF: Willi Mayer war ein stiller Schaffer im Schatten seiner Zeit

Er war Alpinist, Zeichner, Maler, Schnitzer, Drucker und Dichter. Jetzt erinnert eine Ausstellung an den fast vergessenen Willi Mayer.
Jürg Mayer (links), Sohn von Willi Mayer, zusammen mit Thomas Ziegler, Präsident der SAC Sektion Gotthard. (Bild: Markus Zwyssig)

Jürg Mayer (links), Sohn von Willi Mayer, zusammen mit Thomas Ziegler, Präsident der SAC Sektion Gotthard. (Bild: Markus Zwyssig)

Mehr als vierzig Jahre nach seinem Tod wird Willi Mayers umfangreiches Werk erstmals öffentlich ausgestellt. Im Foyer des Theaters Uri in Altdorf ist ein Querschnitt durch sein Schaffen zu sehen. Menschen, die Willi Mayer (19041974), der in Altdorf gewohnt hat, gekannt haben, bezeichnen ihn als stillen und unauffälligen Bürger. «Mein Vater hätte nicht im Traum daran gedacht, dass es einmal eine Ausstellung geben würde über ihn», sagte Jürg Mayer, Sohn von Willi Mayer, anlässlich der Ausstellungseröffnung vom vergangenen Mittwoch. Er verwaltet den gesamten Nachlass und damit ein umfassendes Werk.

Fast alle Gipfel erklommen

In seinem Leben hat Mayer sehr viel gemacht. So war er ein begeisterter Berggänger. Im Kanton Uri gibt es wohl kaum einen Berg, den er nicht von oben gesehen hat. Er war aber auch ein guter Tourenskifahrer. Sein Skizzenbuch hatte er immer dabei. Entsprechend viele Ideen hat er mit nach Hause genommen, wo zahlreiche Bilder in Aquarell und in verschiedenen selber erprobten Maltechniken entstanden. In der Ausstellung sind denn auch viele Bergbilder zu sehen. Erhalten geblieben sind Zeichnungen und Sprüche, die er in Hüttenbücher geschrieben hat. Im Vereinsheft «Gotthard» des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) Sektion Gotthard hat er Skizzen und Zeichnungen veröffentlicht.

Da war es denn auch folgerichtig, dass die SAC Sektion Gotthard das Patronat der Ausstellung übernommen hat. «Dass Willi Mayer im Vorstand der SAC Sektion Gotthard mitarbeitete und dabei in der Redaktionskommission der Clubnachrichten die Administration und Inseratewerbung betreute, verbindet ihn mit unserer Sektion», erklärte Ziegler. ­«Willi Mayer beherrschte die unterschiedlichsten Maltechniken.» Er habe aber auch andere künstlerische Ideen verwirklicht. Ziegler zeigte auf die Holzmasken, Marionetten, Kasperlifiguren, aber auch auf Verse und Karikaturen. Mehrere Jahre habe er das Narrenblatt der Altdorfer Nächstenliebe mitgestaltet.

Ausstellungsmacher überrascht

Zu sehen sind Originalschnitte und Abzüge. So hat Mayer mit Karton Bilder geschnitzt und Texte geschnitten, die anschliessend als Druckvorlagen dienten. Für den Danioth-Ring hat er eine Mappe mit 15 Sagen illustriert. Zu verdanken ist die Ausstellung Trudi Müller und Fredy Burkart. «Wir beide staunten über die Vielseitigkeit von Willi Mayer, dem Maler in den verschiedensten Techniken, Holzschnitzer, Drucker, Sprachkünstler», sagte Trudi Müller bei der sehr gut besuchten Vernissage. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass auch die Besucher beim Betrachten der Exponate einen Eindruck vom vielseitigen Können Mayers erhalten würden.

Markus Zwyssig

Hinweis

Die Ausstellung über Willi Mayer im Foyer des Theaters Uri ist von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sie dauert bis zum 7. August.

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