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Lesetipps Mathematik: Eine Welt aus Zahlen

Zwei Bücher geben Einblick in die faszinierende Welt der Mathematik und machen auch Abstraktes verständlich.
Rolf App

Alte Vasen und die Welt der Zahlen

Mit den Fields-Medaillen sind diese Woche die höchsten Auszeichnungen der Mathematik vergeben worden – unter anderem an Alessio Figalli, der seit 2016 an der ETH Zürich lehrt und forscht. Er arbeite mit Papier und Bleistift, hat Figalli der NZZ erklärt. «Computer sind natürlich praktisch. Aber wenn ich wirklich über ein Problem nachdenke, dann schalte ich den Computer aus.» Worüber Mathematiker nachdenken, das ist das Thema von Mickaël Launay. Und es ist ein faszinierendes Thema. Man muss also jede schulisch bedingte Abneigung gegen die Mathematik rasch beiseite legen und jene Einladung annehmen, die Launays «Roman der Mathe­matik» darstellt. Er will junge Menschen für die Mathematik begeistern und hat dafür etwa den Youtube-Kanal «Micmaths» entwickelt.

In seinem Buch geht er oft von einfachen Fragen aus – etwa, indem er durch den Louvre schlendert und dort jene geometrischen Motive untersucht, die auf den Krügen und Töpfen der Mesopotamier zu finden sind. So geht es quer durch die Geschichte der Mathematik, das letzte ­Kapitel setzt mit dem ersten ­Mathematikerkongress 1897 an der ETH Zürich ein und birgt auch eine mathematische Katastrophe. Jene Arbeit nämlich, in der 1931 der Österreicher Kurt Gödel bewiesen hat, dass es keine Supertheorie geben kann, die zugleich widerspruchsfrei und vollständig ist.

Mickaël Launay: Der grosse ­Roman der Mathematik, C. H.Beck, 256 S., Fr. 32.–

Die Mathematik und
das Universum

Erstaunlicherweise hat gerade eine so komplexe Wissenschaft wie die Mathematik Köpfe hervorgebracht, die es hervorragend verstehen, das Abstrakte anschaulich zu machen. Zu ihnen gehört seit Jahrzehnten Ian Stewart, der beliebteste Mathematik-Professor Grossbritanniens. Was er kann, beweist er in «Die Berechnung des Kosmos», in dem er erklärt, wie die Mathematik das Universum entschlüsselt. Was zur alten Streitfrage führt, ob Mathematiker eigentlich Erfinder oder Entdecker sind – ob also die Mathematik eine menschliche Erfindung ist oder ein unabhängiges Dasein führt. Wie auch immer die Antwort ausfällt: Die Zahlen vermitteln tiefe Einblicke in unser Universum.

Ian Stewart: Die Berechnung des Kosmos, Rowohlt, 528 S., Fr. 25.–

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