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Klub der jungen Dichter:
Das innere Feuer der Flamme

Anna Lena Ziegler aus Meien erzählt im "Klub der jungen Dichter, wie auch das Kleine eine grosse Wirkung erzielen kann.
Anna Lena Ziegler

An einem sonnigen Samstagnachmittag brannte auf einer Feuerstelle im Wald ein grosses Feuer. Viele Leute bewunderten es und sagten: Dieses Feuer ist das schönste, das wir je gesehen haben. Es wärmt uns und gibt uns helles Licht.

Anna Lena Ziegler, Meien, 5. Primar.

Anna Lena Ziegler, Meien, 5. Primar.

Im Feuer befand sich eine kleine Flamme, sie hörte den Leuten bei den Gesprächen zu. Dabei bemerkte sie, dass alle Menschen immer über das Feuer redeten und nicht über die Flammen, aus denen ja eigentlich das Feuer besteht. Sie wurde traurig und wollte raus aus dem Feuer.

Die kleine Flamme nahm ihren ganzen Mut zusammen und schlich sich leise und unbemerkt an den Rand des Feuers, anschliessend hüpfte sie aus dem Feuer. Sie wollte sich auf den weiten Weg machen, um ein eigenes Feuer zu erstellen.

Plötzlich entdeckte ein junger Mann die kleine Flamme, die nicht mehr im grossen Feuer war. Er ging schnell zu ihr und fragte: «Wieso bist du nicht im grossen Feuer, wieso bist du so alleine draussen?» Die kleine Flamme klagte mit leiser Stimme: «Ich mache mich auf den Weg, weit weg, um irgendwo ein eigenes Feuer zu machen.» «Aber wieso denn?», fragte der Mann. «Ich gehe weg, weil alle Menschen immer nur vom schönen Feuer reden! Aber das Feuer besteht ja aus mehreren kleinen Flammen, doch von mir spricht nie jemand.» «Das verstehe ich, ich komme mit dir mit», beschloss der Mann.

Also machten sie sich zusammen auf den Weg. Sie redeten und redeten und wurden sehr gute Freunde. Beide schauten sich nach einem guten Platz für das Feuer um, aber auf Anhieb fanden sie keinen. Also liefen sie immer weiter. Einige Zeit später sahen sie einen wunderschönen Platz. Man konnte sich super austoben. Die kleine Flamme begann sofort mit einem Feuer, das nur aus ihr besteht. Dafür wuchs sie und wurde immer grösser. Wenn sie eine bestimmte Grösse erreicht hatte, teilte sich die Flamme wieder, und so wuchs auch das Feuer. Martin, der junge Mann und die kleine Flamme freuten sich!

«Wollen wir zusammen, wenn das Feuer gross ist, ein schönes Fest hier organisieren?», fragte Martin. «Oh Superidee, das machen wir», jubelte die Flamme begeistert. «Ich mache Werbung und du schaust, dass das Feuer gross wird», sprach Martin. Er malte grosse, farbige Plakate. Schon bald war aus der kleinen Flamme ein schönes grosses Feuer geworden. Viele Leute kamen, und es wurde ein grosses Fest. Alle hatten Freude, und es kamen sogar Musiker! Feuerwerke wurden gezündet, und bis tief in die Nacht feierten alle, dass eine kleine Flamme so ein grosses Feuer erschaffen konnte!

Entscheidet mit, welche Geschichte den Spezialpreis gewinnt

Nicht weniger als 5123 Geschichten sind für den «Klub der jungen Dichter» 2018 eingegangen. Zur Auswahl standen das Thema «Feuer und Flamme» sowie ein Textanfang. Wir publizieren die Texte in der Print- sowie in der Onlineausgabe unserer Zeitung. Neu ist, dass ihr, liebe Leserinnen und Leser, mitvoten können. Wir vergeben nämlich einen Publikumspreis für den Text, der auf unserer Homepage am meisten angeklickt worden ist. Hat euch also ein Text gefallen, könnt ihr ihn auch etwa via Facebook weiterempfehlen und so die Klickzahlen noch erhöhen.

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