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Architekten sprechen sich für Theaterneubau in Luzern aus

Neubau oder Um- und Anbau? Am Podium in der Box des Luzerner Theaters wurde die Frage diskutiert, wie das neue Theater aussehen soll.
Urs Mattenberger
Visualisierung bei Nacht: So könnte das neue Luzerner Theater bei einem Neubau dereinst aussehen. (Bild: PD)

Visualisierung bei Nacht: So könnte das neue Luzerner Theater bei einem Neubau dereinst aussehen. (Bild: PD)

Soll das von Stadt und Kanton geplante neue Theater in Luzern in einem Neubau oder durch einen Um- und Anbau ans heutige Theatergebäude realisiert werden? In einer Testplanung der Stadt hatten letztes Jahr drei Projektstudien gezeigt, dass beides möglich ist. Damit blieb die Gretchenfrage, ob das historische Gebäude abgerissen oder erhalten werden soll, unbeantwortet.

Eine spannende Kontroverse dazu versprach am Donnerstag in der Box des Luzerner Theaters ein Podium zum Thema «Neue Theater-Bauten in der Schweiz». Der Bund der Schweizer Architekten, BSA Zentralschweiz, hatte drei Architekten als Referenten eingeladen, die sich mit aktuellen Projekten in diesem Spannungsfeld bewegen. Lukas Baumann gestaltet im Rahmen des Umbaus des Basler Theaters dessen Foyer neu. Der Pariser Architekt Laurent Gravier erläuterte seinen Neubau der Komödie in Genf. Giovanni Netzer, der auf dem Julierpass einen Theaterturm auf Zeit betreibt, philosophierte ­darüber, wie der Verzicht auf standardisierte Theaterhüllen Kreativität ermögliche.

Luzerner Theaterplanung auf der Höhe der Zeit

Aus Luzerner Sicht interessant war, dass man hier Ansätzen für ein zeitgemäss-neues Theatermodell wiederbegegnete, wie sie Intendant Benedikt von Peter an den Projekten aus der Testphase schätzte. Dazu gehört etwa die Idee, die Foyers zur Stadt hin zu öffnen und öffentlichen Raum ins Theater hineinzuholen. Sie wird in Basel durch den Umbau verstärkt und in Genf auch mit Workshop-Räumen prominent realisiert. Beides entspricht der Idee eines partizipativen Theaters als urbanem «Meeting Point» (von Peter), zu dem in der Testplanung vor allem das Umbauprojekt Ideen lieferte. Die ­Luzerner Theaterplanung ist, in diesem Quervergleich, also ganz auf der Höhe der Zeit.

Die Kontroverse, ob man dafür das Luzerner Theater «radikal umformen» (Baumann) oder durch einen Neubau ersetzen soll, fand dann allerdings doch nicht statt. Dafür waren die Referenten mit den Begebenheiten vor Ort zu wenig vertraut. Und der BSA hatte sich seine Meinung dazu ohnehin schon im Vorfeld gemacht: Die Sektion Zentralschweiz, bekräftigte Obmann Norbert Truffer eine frühere Aussage im Stadtmagazin, plädiere «für einen Neubau statt eines ­Erweiterungsbaus». Die ausführliche Begründung folgt.

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