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Er war ein «Theater-Dinosaurier»:
Arnulf Seiler ist gestorben

33 Jahre lang stand Arnulf Seiler als Ensemblemitglied auf der Bühne des Luzerner Theaters, wo er rund 150 Rollen verkörperte. Am 15. Januar ist der Bassbariton im Alter von 81 Jahren gestorben, wie gestern bekannt wurde.
Stefan Degen
Arnulf Seiler in einer Aufnahme aus dem Jahr 2002. (Bild: Eveline Beerkircher)

Arnulf Seiler in einer Aufnahme aus dem Jahr 2002. (Bild: Eveline Beerkircher)

Seiler stammte aus Nürnberg und studierte dort Musik und Gesang. Der Sänger wurde mit 32 Jahren, von Trier kommend, in der Spielzeit 1969/70 ans Stadttheater engagiert. Als Erstes sang er die Titelpartie in Donizettis «Don Pasquale».

Seinen grössten Erfolg hatte Arnulf Seiler 1983/84 als Tevje, der Milchmann: 50-mal wurde das Musical «Anatevka» gegeben, 50-mal sang er «Wenn ich einmal reich wär’». Kaum zu zählen sind all die Rollen, die Seiler in Operetten verkörperte. Mit seiner sonoren Stimme und mit 1,86 Meter Körpergrösse war der Bassbariton immer eine markante Bühnenerscheinung.

Einige Male hat der Sänger auch Regie geführt, so etwa 1987 in «Der Barbier von Bagdad» von Peter Cornelius. 2002 wurde Arnulf Seiler pensioniert, gab aber 2006 noch einmal ein kurzes Comeback in der Lehár-Operette «Das Land des Lächelns». Das Etikett «Operetten-Urgestein» blieb an ihm haften, war aber stets liebevoll gemeint. Er selbst bezeichnete sich als Theater-Dinosaurier «mit einem altmodischen Respekt vor dem Autor und seinem Werk».

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