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Lesetipps Sprache: Auf geflügelten Worten von Ort zu Ort

In einem Buch für Erwachsene erzählt Rolf-Bernhard Essig die Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten, und in einem illustrierten Band für Kinder erkundet er Redensarten aus aller Welt.
Bettina Kugler

Was die Eulen in Athen machen

Lange vor der Globalisierung hatte die weite Welt im Denken und Sprechen ihren Platz. Wo er tatsächlich auf der Landkarte war, spielte oft keine Rolle, und heute weiss man es auch nicht unbedingt. Posemuckel? Krähwinkel? Diese Städtchen immerhin gibt es. Wo sie zu finden sind und woher die Redewendungen zu solchen sprichwörtlichen Orten kommen, kann keiner so kundig und unterhaltsam erzählen wie Rolf-Bernhard Essig. Zahlreiche seiner Sach- und Hörbücher widmen sich der Sprache und dem Schreiben; besonders Sprichwörter haben es ihm angetan: Sie stiften ihn oftmals, wenn die Herkunft im Dunkeln liegen sollte, zu witzigen Sprachgeschichten an – dies aber vor allem in seinen Büchern für Kinder. Absolut seriös (was nicht langweilig bedeutet) reist er in «Ich kenn doch meine Pappenheimer» von Dorf zu Dorf, von einer sprichwörtlich gewordenen Metropole zur nächsten: zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz, dann geht es durch Europa und den Rest der Welt, immer in alphabetischer Reihenfolge der Orte. Er zeigt, welchen Einfluss die Literatur hat, schaut aber auch in lutherischer Nachfolge dem Volk aufs Maul. Mit der klassischen Bildung im Gepäck erweist er sich als aufmerksamer Zeitgenosse.

Rolf-Bernhard Essig: Ich kenn doch meine Pappenheimer! Wunderbare Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten. Duden, 144 S., Fr. 15.–

Kluge Sprüche und ihre Geschichten

«In 80 Sprichwörtern um die Welt» – das tönt verdächtig nach einer Zweitverwertung ein- und desselben Stoffes in Gestalt eines Kinderbuchs. Aber weit gefehlt: Hier erkundet Rolf-Bernhard Essig Redensarten aus aller Welt, etwa «Kathy, verriegel die Tür», wie man in Schottland sagt, wenn es gleich Backpfeifen setzt, oder «Die rote Zunge gibt den grünen Kopf dem Winde preis». Das Sprichwort kommt aus dem Iran und entspricht der Wendung «Sich um Kopf und Kragen reden». 80 Sprichwörter aus aller Welt sind es, in Anspielung auf den Roman von Jules Verne; ­Essig erzählt sie in Geschichten und verweist auf Märchen, Fabeln, Literatur – kindgerecht vermittelt er so einen reichen kulturellen Schatz und Wissen über andere Länder und Kulturen.

Rolf-Bernhard Essig: Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt. Ab 11. Hanser, 168 S., Fr. 22.–

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