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Vokalensemble Luzern: Aus Volksmusik Neues gemacht

Wie werden Volkslieder erhalten? Wie kann man sie neu gestalten und damit aus bekannten Weisen neue Musik machen? Vielfältige Antworten gibt das Vokalensemble Luzern mit dem Programm «Erhalten – Erneuern – Entdecken» am Samstagabend in der Lukaskirche.
Gerda Neunhoeffer
Das Vokalensemble Luzern, hier bei einem früheren Auftritt im KKL. (Bild: Corinne Glanzmann, 15. Juni 2018)

Das Vokalensemble Luzern, hier bei einem früheren Auftritt im KKL. (Bild: Corinne Glanzmann, 15. Juni 2018)

Mit Präzision, guter Aussprache und wendiger Leichtigkeit, dazu mit sichtbarer Freude am Singen gestalten sie die Volksweisen in neuem Gewand. Dirigent Hansjakob Egli hat Chorwerke junger Komponisten für das Konzert ausgesucht, die sogar neben bekannten Liedern von Brahms und Bartók bestehen können.

In den beiden Brahms-Gesängen «Sehnsucht» und «Gang zum Liebchen» gelingt es dem Vokalensemble mit klarer Artikulation und weich schwingendem Klang, den Zauber der Musik einzufangen. Mit Temperament und rhythmischem Feingefühl erklingen die vier slowakischen Volkslieder von Béla Bartók, von Pianistin Marian Rosenfeld ebenso begleitet. Die drei Intermezzi op. 117 von Brahms und «Jeux d’eau» von Ravel spielt sie zwischen den Liedern ausdrucksvoll und mit transparenter Anschlagskunst.

Feine Reibungen und jazziger Swing

Das traditionelle Lied «O Waly, Waly» ist in der A-cappella-Version von feinen Reibungen durchsetzt, während «Danny Boy» mit jazzigen Rhythmen geradezu swingt. Ein Höhepunkt ist «Only In Sleep» von Eriks Esenwald, in dem der Chor vielstimmige Cluster summt, über denen sich der klare Sopran von Patricia Flury von oben her ausbreitet, bis der Chor sich steigert und mit rundem Klang den Raum füllt.

Stimmungsvoll sind alle Lieder, das Vokalensemble verfügt über weiches Piano, und durchweg überzeugt die Homogenität in Sprache und Klang. Dichte Vielstimmigkeit gelingt wunderbar in Bob Chilcotts «The Singing Heart», und das zungenbrecherische «Ching-A-Ring Chaw» von Aaron Copland ist die schmissige Zugabe: Hervorragende Chorarbeit macht es möglich.

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