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AUSSTELLUNG: Festung Fürigen kann neu im historischen Kontext besichtigt werden

Erbaut in der Zeit des zweiten Weltkriegs, war die Festung Fürigen am Vierwaldstättersee in Nidwalden Teil des Reduits. Seit 1991 ist sie ein Museum. Eine neu konzipierte Ausstellung schafft mehr historische Einbettung und stellt Einzelpersonen ins Zentrum.
Die Ausstellungsmacherinnen Angela und Julia Müller mit Museumsleiter Stefan Zollinger (von links) an einer Festungskanone. (Bild: Romano Cuonz (Fürigen, 22. März 2018))

Die Ausstellungsmacherinnen Angela und Julia Müller mit Museumsleiter Stefan Zollinger (von links) an einer Festungskanone. (Bild: Romano Cuonz (Fürigen, 22. März 2018))

Zwei Kanonen stehen noch heute im Bürgenberg und erinnern an frühere Bedrohungen. Jahrzehntelang waren die Geschütze in der Festung Fürigen gut versteckt hinter den schroffen Felswänden.

Vom einen Kanonenrohr ist neuerdings die Spitze zu sehen, ein felsfarbenes Tarntor wurde entfernt. Denn die neue Ausstellung "Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg" soll die Festung als Zeitzeugin zugänglicher machen.

Rund 5000 Besucher wagen sich jährlich in die 200 Meter Stollen. Es tropft von den Wänden beim Eingang, wer friert, erhält einen kratzigen Militärmäntel. Mit der neu konzipierten Dauerausstellung wolle man einerseits eine neue Zielgruppe ansprechen, nämlich die Schulen, sagte Stefan Zollinger, Leiter des Nidwaldner Museums anlässlich der Vorstellung am Donnerstag.

Anderseits habe die nunmehr 26-jährige Präsentation vor allem die Festung als Maschine erklärt. Neu liefere die Ausstellung auch eine historische Einbettung in den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg. Das sei nötig, weil heute oft das Vorwissen fehle.

Sicherheit und Unsicherheit

Das Artilleriewerk hätte im Zweiten Weltkrieg dazu beitragen sollen, einen deutschen Vormarsch in die Alpenregion abzuwehren. Auch im Kalten Krieg blieb die Festung in Betrieb, 1987 hatte sie als militärisches Verteidigungswerk ausgedient.

Ein Audioguide führt die Besucher durch die Gänge und Räume im Berg. Er berichtet über den Bau und die Funktionen der Festung, führt Gespräche mit einer Historikerin und stellt zeitgenössische Quellen vor. Einzelpersonen wie Festungssoldaten oder deren Angehörige werden ins Zentrum gerückt. Auch will die Ausstellung zum Nachdenken über Sicherheit und Unsicherheit anregen.

Der Umbau begann im vergangenen November. Das Projekt kostete 300'000 Franken aus dem Kulturfonds. Kuratiert wird die Ausstellung von Julia Müller und Angela Müller, gestaltet wurde sie vom Büro Gasser, Derungs in Zürich und Chur.

Die Festung ist jeweils von März bis Oktober zugänglich. Weil ein eigentlicher Notausgang fehlt, ist die Besucherzahl auf 50 Personen beschränkt. Am Sonntag wird die neue Ausstellung eingeweiht. (sda)

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