AUSSTELLUNG: Tschechien eröffnet in Luzern Sonderausstellung zu Kaiser Karl IV.

Im Luzerner Regierungsgebäude hat am Montag der tschechische Botschafter eine Sonderausstellung über Kaiser Karl IV. eröffnet. Anlässlich des 700. Geburtstags zeigt Tschechien in Europa an mehreren Orten Sonderausstellungen über den 1316 in Prag geborenen Herrscher.

Drucken
Teilen
Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, legt eine Reliquie in den Schrein. Darstellung von Nicholas Wurmser von Strassburg ca. 1361/61 - 1364. (Bild: Radovan Bocek, National Heritage Institute, Regional Office in Prague.)

Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, legt eine Reliquie in den Schrein. Darstellung von Nicholas Wurmser von Strassburg ca. 1361/61 - 1364. (Bild: Radovan Bocek, National Heritage Institute, Regional Office in Prague.)

Eröffnet wurde die Wanderausstellung, die in mehreren Kantonen gezeigt wird, am Montag von Karel Boruvka, Botschafter der Tschechischen Republik in der Schweiz. Anwesend war auch der Luzerner Regierungsrat Reto Wyss.

Karl IV. (1316-1378) war römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien und ab 1355 auch römisch-deutscher Kaiser. Er zählte zu den einflussreichsten Herrschern Europas im Spätmittelalter.

Karl IV. sorgte in einer Krisen- und Umbruchzeit für einen Aufschwung von Architektur, Technik, Kunst und Kultur in den mit ihm verbundenen Reichs- und Bischofsstädten. In Prag gründete er die erste Universität Europas.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts anerkannte er auch die Reichsfreiheiten Zürichs und Uris und gewährte weitreichende Privilegien. Er schloss auch Bündnisse mit Bern und den Waldstätten. Damit billigte er letztlich die eidgenössischen Bündnisse.

Die Sonderausstellung im Lichthof des Luzerner Regierungsgebäudes dauert bis am 18. November. Sie ist während den normalen Öffnungszeiten des Hauses zugänglich. (sda)